„Weltwärts“- Verreisen um zu helfen: Eine Alternative nach dem Schulabschluss
Nach dem Schulabschluss eröffnen sich den jungen Leuten zahlreiche Perspektiven. Studium, Ausbildung und ein ökologisches, soziales oder ein kulturelles Jahr. Eine relativ unbekannte, aber interessante Perspektive bietet „Weltwärts“, der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Was macht „Weltwärts“?
Die Arbeitsbereiche sind vielfältig und umfassen beispielsweise Jugendbeschäftigung, Gesundheit, Umwelt- und Ressourcenschutz, Demokratisierung und Menschenrechte. Am häufigsten arbeiten die Freiwilligen im Bereich Bildung. Hierzu gehören Projekte wie Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen, Unterrichtsassistenz in Schulen oder die Unterstützung in mobilen Schulen für Straßenkinder. Beispielhafte Einsatzplätze könnten sein: • Unterrichtsassistenz in Togo
• Berufsschulen in Bolivien
• Mithilfe in Gehörlosenschule in Uganda
• Computerunterricht in Mexiko
Die Freiwilligen unterstützen lokale Projekte, indem sie Freizeitmöglichkeiten für Straßen- oder Heimkinder anbieten: Durch Sport, Kunst oder Kultur wird insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Chance geboten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Beispiele sind in diesem Bereich:
• Persönlichkeitsentwicklung über die Gruppensportart Handball in Südafrika
• Unterstützung für benachteiligte Mädchen in Indien
• Geschichtsaufarbeitung in der Ukraine,
• Kinder- und Jugendzentren in Indonesien, Brasilien oder Tansania
• Heim für behinderte Kinder in Kenia
Im Umwelt- und Gesundheitsbereich werden Projekte angeboten, die Aufklärungsarbeit zum Beispiel zu den Themen Klimaschutz oder AIDS-Prävention leisten. Dies kann durch Unterrichtsprojekte, Aufklärungskampagnen oder Theaterworkshops geschehen oder indem die Freiwilligen Informationsmaterial erstellen. Auch Projekte zum Umwelt- oder Tierschutz sind möglich, wie Schutz der Giraffen und deren Lebensraum in Niger oder Aufforstungsprojekte in Nicaragua. So bietet „Weltwärts zahlreiche Alternativen für jeden Interessenbereich.
Wie kommt „Weltwärts“ an?
Das Interesse bei Schulabgängern ist sehr hoch. Jedes Jahr gehen mehr als 10.000 Bewerbungen bei der Organisation ein. Im Jahre 2009 wurden 3525 Freiwillige in andere Länder entsandt.
Voraussetzungen bei „Weltwärts“
Vor einer Bewerbung sollten sich Interessenten intensiv mit folgenden Fragen auseinandersetzen: • Warum möchte ich einen Freiwilligendienst gerade in einem Entwicklungsland machen?
• Welche persönlichen Motive begründen mein Interesse?
• Welche Erwartungen habe ich an die Tätigkeit und das Umfeld während meines Freiwilligendienstes?
• Bin ich bereit, meine Ansprüche, insbesondere beim Lebensstandard, deutlich herabzusetzen?
• Was möchte ich im Gastland und nach meiner Rückkehr erreichen?
Freiwillige übernehmen eine große Verpflichtung: Sie müssen bereit sein, sich stark für ihr Projekt zu engagieren und sich in eine fremde Kultur einzubringen. Daher ist eine Bewerbung auf ausgewählte Angebote dem Streuen möglichst vieler Anfragen vorzuziehen.
Die angebotenen Projekte bieten viele Vorteile für die Schulabgänger: Interaktion in einem fremden Land, außergewöhnliche Erfahrungen und eine gute Referenz, um sich später zu bewerben. Definitiv eine Alternative zu Ausbildung und Studium.
H. Lauinger
(Quelle: Weltwärts)


