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Förderung für das Auslands-Studium

Hast Du schon einmal in einer irischen Mensa gegessen? Mit chinesischen Kommilitonen über Philosophie debattiert? In einem Seminar in Peru neuen Argumentationen gelauscht? Das Studium kann Dir soviel mehr bieten als nur eine Ausbildung: Verbringe einen Teil davon im Ausland und entdecke, was Studieren alles bedeuten kann. Im Folgenden die wichtigsten Vermittlerorganisationen, Geldgeber und Infostellen.




DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst

Der DAAD ist der größte deutsche Stipendiengeber für Deutsche, die im Ausland studieren wollen und Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kommen. Der DAAD fördert Praktika im Ausland, gibt Zuschüsse zu Reisekosten und finanziert Sprachkurse. Vor allem fördert er jedoch Studienaufenthalte im Ausland.
Wichtig: Die Länder der "alten" EU sowie Westeuropa im Allgemeinen sind von einer Förderung ausgenommen.

Im Folgenden möchte wir Euch die relevanten Programme zur Finanzierung eines Auslandsstudiums vorstellen. Alle weiteren Programme gibt es hier:
Webseite des DAAD



Allgemeine Infos


Der DAAD nimmt für manche Programme die Anträge direkt entgegen, für manche müssen sich die Antragssteller über das Internationale Büro/ das Akademische Auslandsamt ihrer Hochschule bewerben. Für fast alle Programme gibt es feste Bewerbungstermine, die unbedingt eingehalten werden sollten.

Der Andrang beim DAAD ist sehr groß. Hier einige Tipps, damit sich die Bewerbung aus der Masse abhebt:

  • Der Aufwand einer Bewerbung sollte nicht unterschätzt werden: bis alle Gutachen eingeholt, alle Auflistungen erstellt und alle Formulare ausgefüllt sind, können einige Wochen ins Land gehen - also rechtzeitig anfangen!
  • Die Unterlagen in sauberer Schrift oder - noch besser - am PC auszufüllen. Man bewirbt sich schließlich um ein dickes Stipendium, das sollte man ernst nehmen und mit entsprechender Sorgfalt und Mühe angehen.
  • Das Motivationsschreiben sollte möglichst aussagekräftig sein. Es gilt, alles im eigenen Lebenslauf zu betonen, was das Interesse an einem Auslandsaufenthalt im Allgemeinen und an einem Auslandsaufenthalt im gewünschten Land im Besonderen erklärt.
  • Dem DAAD ist der interkulturelle, bilaterale Austausch wichtig. Er will nicht einfach nur zugunsten der Mobilität Geld verteilen, sondern dafür sorgen, dass junge Menschen zu "global players" werden und sich auf dem internationalen Parkett sicher bewegen. Diese Motivation sollte aus dem Anschreiben deutlich hervorgehen.
  • Am Wichtigsten ist jedoch: nicht abschrecken lassen! Alle Programme richten sich an Studierende "mit überdurchschnittlichen Leistungen". Die Erfahrung hat gezeigt: wer aussagekräftige, positive Gutachten einreicht und ein plausibles Anliegen mit einem wohl durchdachten Vorhaben hat, dem werden schlechte Noten nicht übel genommen. Es werden also nicht nur Überflieger gesucht!

    Tipp: Bei Ländern, nach denen die Anfrage traditionellerweise sehr hoch ist - etwa USA, NZL, AUS -, muss der DAAD aussieben (u.U. nach Noten). Bessere Chancen hat eine Bewerbung erfahrungsgemäß für sogenannte Entwicklungs- oder Schwellenländer sowie Staaten Mittel- und Osteuropas. Siehe hierzu auch das Sonder-Programm "Go East".
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Stipendium für ein Semester


Bewerbungstermine und -orte
• MOE-Länder und GUS:
01.09.2005 für Förderbeginn ab Februar 2006
01.04.2006 für Förderbeginn ab September 2006

• Nordamerika:
01.09.2005 für Förderbeginn ab Januar/Februar 2006
01.03.2006 für Förderbeginn ab August/September 2006

• Lateinamerika, Afrika, Arabische Staaten, Israel, Iran, Asien (außer VR China, Hongkong und Taiwan):
30.09.2005 für Förderbeginn ab März 2006
31.03.2006 für Förderbeginn ab September 2006

• Australien, Neuseeland, Ozeanien:
31.03.2006 für Förderbeginn ab März 2007

• VR China:
30.09.2005 für Förderbeginn ab September 2006
31.03.2006 für Förderbeginn ab Sommersemester 2007

• Hongkong und Taiwan:
nur 31.10.2005 für Förderbeginn ab September 2006

Einen Link auf das Programm mit den einzureichenden Unterlagen gibt's hier: klick
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Stipendium für ein Studienjahr


Hinweise
Die Stipendien gelten für die Dauer eines Studienjahres (Akademisches Jahr 2006/2007); in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur unter der Voraussetzung, dass von Anfang an ein Aufenthalt von mehr als einem Studienjahr geplant war, können sie verlängert werden.

Bewerbungsvoraussetzungen
• mindestens drittes Semester bzw. zweites Studienjahr (bei Bewerbung für USA und Kanada, VR China: mindestens zweites Semester bzw. zweite Hälfte des ersten Studienjahres)
• bestandene Zwischenprüfung/Diplomprüfung vor Stipendienantritt
• Die Vergabe eines Jahres– und/oder Semesterstipendiums ist auf ein Mal pro Ausbildungsabschnitt (der jeweils mit dem Ablegen der Abschlüsse Bachelor, Master, Diplom und Staatsexamen endet) beschränkt.

Bewerbungstermine und -orte
• MOE-Länder, GUS inklusive Kaukasus und Zentralasien, Türkei: 31.10.2005
• USA, Kanada: 30.06.2006
• Australien, Neuseeland: 31.03.2006
• Lateinamerika, Afrika, Arabische Staaten, Israel, Iran, Asien:
bei Stipendienantritt zwischen März und August: 30.09.2005
bei Stipendienantritt zwischen September und Februar: 31.03.2006
• Taiwan, Hongkong, Macao, Mongolei: 30.10.2005
• VR China: 30.09.2005
• Japan: 01.10.2005 und 31.03.2006
• Bewerbungen für Architektur, Musik, Bildende Künste/Design/Film, Tanz/Choreographie/ Schauspiel/Theaterregie/Musical nur: 31.10.2005

Einen Link auf das Programm mit den einzureichenden Unterlagen gibt's hier: klick
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Kurzstipendium zur Anfertigung von Abschlussarbeiten



Dieses Programm richtet sich an Studierende, die zur Anfertigung ihrer Abschlussarbeit einen Teil im Ausland verbringen müssen. Bewerbungen sind fortlaufend möglich, jedoch spätestens drei Monate vor dem geplanten Ausreisetermin einzureichen. Für die folgenden Zielländer gelten gesonderte Bewerbungsfristen:
Lateinamerika, Afrika, Asien (außer der Türkei und den GUS-Staaten, aber einschließlich der Arabischen Staaten und Israel), Australien, Neuseeland, Ozeanien.

• spätester Termin für Bewerbungseingang: 1. Juni 2005
Auswahlsitzung: September 2005
frühester Stipendienantritt: 1. Oktober 2005

• spätester Termin für Bewerbungseingang: 1. September 2005
Auswahlsitzung: November 2005
frühester Stipendienantritt: 1. Dezember 2005

• spätester Termin für Bewerbungseingang: 1. Dezember 2005
Auswahlsitzung: Februar 2006
frühester Stipendienantritt: 1. März 2006

• spätester Termin für Bewerbungseingang: 1. Februar 2006
Auswahlsitzung: April 2006
frühester Stipendienantritt: 1. Mai 2006

• spätester Termin für Bewerbungseingang: 1. April 2006
Auswahlsitzung: Juni 2006
frühester Stipendienantritt: 1. Juli 2006

Für dieses Programm sind sehr viele Unterlagen erforderlich, z.B. ein genauer Zeitplan für die Durchführung der Recherche, eine Aufstellung aller Studienleistungen, eine Darlegung der bisherigen Vorarbeiten, Gutachten usw. Siehe hier:
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ERASMUS

Allgemeine Infos

ERASMUS ist, genau wie das Leonardo da Vinci-Programm, ein Programm im Rahmen von SOKRATES, des Programmes der EU zur Förderung des internationalen Austausches von Studierenden in Europa. Mit Europa sind hier nicht nur die Staaten der EU gemeint, sondern auch Länder in Südosteuropa (Rumänien, Bulgarien, die Türkei) sowie die Schweiz, Norwegen und Island.

Aufbau

  • Unterschiedliche Hochschulen haben auf Fakultäts-Ebene jeweils eigene Vereinbarungen mit unterschiedlichen Hochschulen im Ausland. Das kann z.B. so aussehen, dass die Uni Freiburg im Rahmen des Jura-Studiums jdes Jahr 4 Studierende für jeweils ein Semester an die Uni Krakau schicken kann. Da das ERASMUS-Programm ein Austausch-Programm ist, kämen dann im Gegenzug vier polnische Studierende an die Uni Freiburg.
  • Jede Fakultät, mitunter sogar jedes Institut, hat seine eigenen Kontakte. Diese Kontakte können sich innerhalb einer Hochschule überschneiden. Wieviele Plätze für welchen Zeitraum im einzelnen zur Verfügung stehen, legen die Institute in Absprache mit der Uni selbst fest.
  • Jeder Fachbereich legt die Bewerbungsmodalitäten und -fristen selbst fest. Es ist jedoch dringend empfohlen, sich ein Jahr vor der geplanten Ausreise bereits zu informieren, um keine Fristen zu verpassen. Die meisten Fachbereiche wollen ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf, außerdem wird die bestandene Zwischenprüfung im Hauptfach/das Vordiplom zum Zeitpunkt der Ausreise (nicht zum Zeitpunkt der Bewerbung!!) erwartet.
  • In der Regel findet ein mündliches Auswahlgespräch statt, in dem man seine Beweggründe unbedingt plausibel darlegen sollte. Wer nicht glaubwürdig erklären kann, dass ein Studienaufenthalt in Gran Canaria für das wissenschaftliche und persönliche Fortkommen unbedingt erforderlich und sinnvoll ist, der hat wenig Chancen.

Tipp: Die beliebtesten Länder sind Frankreich, Spanien und Großbritannien. Auch die skandinavischen Länder, vor allem Schweden, erfahren immer mehr Andrang: dort kann man viele Kurse auf Englisch hören. Beste Chancen bieten immer noch die östlichen Länder.

Tipp: Je nachdem, wieviel Andrang an einer bestimmten Fakultät auf die Plätze herrscht, kann es u.U. sein, dass einzelne freie Plätze an instituts- oder fakultätsfremde Studierende vergeben werden. Das ist aber schwieriger durchzusetzen und klappt nicht immer. Nachfragen lohnt sich aber in jedem Fall!! Denn wenn Plätze frei bleiben, werden sie im Ernstfall gestrichen. Das möchten die Fakultäten i.d.R. verhindern.

Leistungen

  • Finanzen
    Aus EU-Mitteln erhält jeder Studierende im Rahmen des ERASMUS-Programms einen monatlichen Zuschuss, der die entstehenden Mehrkosten decken soll. Je nach Zielland klappt das mehr oder weniger gut; die monatliche Förderung liegt in der Regel um +/- 100€ (Angaben ohne Gewähr).
    Wer einen Platz sicher hat, kann auch für Förderung im Rahmen des BAföG beantragen.
  • Unterkunft
    Nicht alle ERASMUS-Partnerländer bieten den Service, ein möbliertes Zimmer im Studentenwohnheim zu vermitteln. In vielen Ländern, so z.B. in Spanien oder England, müssen sich die ERASMUS'ler selbst darum kümmern.
  • Sprachen
    In den seltensten Fällen muss man zum Zeitpunkt der Bewerbung existierende Sprachkenntnisse vorweisen können. Was natürlich dann nicht schadet, wenn man einen guten Eindruck machen will - zeugt schließlich von echter Motivation, im Vorfeld schon an der heimischen Hochschule Kurse belegt zu haben.
    Manche Unis bieten in den Semesterferien Sprachkurse an in z.B. Englisch, Französisch oder Spanisch, um ihre Studenten für den bevorstehenden Auslandsaufenthalt zu rüsten.
    Im Zielland angekommen, gibt es semesterbegleitende oder vorgeschaltete Sprachkurse, die sich unbedingt lohnen; nicht zuletzt lernt man gleich viele neue Leute kennen, die genauso fremd und ahnungslos sind wie man selbst. Diese Sprachkurse sind in der Regel kostenlos.
  • Gebühren
    Wer mit ERASMUS an einer anderen europäischen Uni studiert, muss keine Studiengebühren zahlen (lohnt sich vor allem z.B. in GB). Das schließt aber auch aus, einen Abschluss zu erwerben. Wer im Rahmen des ERASMUS-Programms einen Master o.ä. gleich mitnehmen will, sollte genau nachfragen, ob dabei nicht andere Konditionen greifen und es am Ende womöglich richtig teuer wird.
  • Dauer
    ERASMUS-Plätze gibt es für nur ein Semester oder für ein ganzes Studienjahr. Es ist dringend geraten, sich - soweit möglich - für ein ganzes Jahr zu bewerben. Denn wie schnell ist ein Semester (das in der Regel ja auch weniger als 6 Monate lang ist) vorbei, wenn man sich gerade eingelebt, verliebt, die Sprache gelernt hat! Außerdem ist es immer einfacher, nach der halben Zeit abzubrechen, als zu verlängern.
  • Zeitpunkt Für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums bietet sich die Zeit nach der Zwischenorüfung/nach dem Vordiplom bestens an, da sie einen natürlichen Einschnitt bildet im Studium. Das Auslandsstudium kann dann sehr günstig dafür genutzt werden, um mal einen Rundumschlag im Fach zu tätigen und neue Impulse zu bekommen.
    Sinnvoll ist jedoch auch, im Laufe des Hauptstudiums zu gehen, wenn man bereits einen Schwerpunkt in seinem Fach hat und dementsprechend Kurse im Ausland belegen kann.

    Wichtig: Bei der Überlegung, ob der Aufenthalt zum Sommer- oder Wintersemester angetreten werden sollte, ist es unbedingt nötig, sich über die Aufteilung des Studienjahres im Zielland zu informieren. In Schweden beispielsweise beginnt das Sommersemester bereits Mitte Januar; zu früh für das deutsche System. Und in Frankreich endet das Sommersemester schon Ende Mai; da lohnt sich ein Antritt im März kaum.

Weitere Infos

Näheres erfahrt Ihr hier: Link zum Sokrates-Programm
. Welche Austauschmöglichkeiten es an Deiner Hochschule gibt, erfragst Du am besten im Akademischen Auslandsamt/Internationalen Büro Deiner Hochschule:
Liste aller deutschen Auslandsämter. zum Anfang




Auslands-BAföG

Einen Studienaufenthalt im Ausland kann man sich auch dann per Auslands-BAföG fördern lassen, wenn man normalerweise kein Inlands-BAföG erhält, da hier ein anderer Bedarfssatz zugrunde gelegt wird. In der Regel gilt: Anfallende Studiengebühren werden bis zu einer bestimmten Obergrenze übernommen (bitte aktuelle Zahlen erfragen) und auch die Reisekosten zahlt das BAföG-Amt.

Der Clou hierbei: bei dieser Auslands-Förderung von Studiengebührenn und Reisekosten muss man NICHT, wie normalerweise beim BAföG üblich, 50% zurückzahlen: ist alles ein Geschenk von Vater Staat! Jedoch muss die Hälfte der gezahlten Lebenshaltungskosten zurück erstattet werden. Über Konditionen und Anträge informiert Dich das jeweilige BAföG-Amt, das für Dein Zielland zuständig ist.

Eine Liste aller BAföG-Ämter mit den entsprechenden Zuständigkeiten findest Du hier:
Infoseite des BMBF

Allgemeine Infos zum Auslands-BAföG findest Du hier:
Infoseite AuslandsBAföG
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Stiftungen


Das umfangreichste Online-Verzeichnis aller deutschen Stiftungen, der Stiftungsindex, verzeichnet sage und schreibe 1220 Links zu stiftungseigenen bzw. -bezogenen Homepages in Deutschland.
Nicht alle dieser Stiftungen fördern jedoch Anträge von Einzelpersonen. Daher seien im Folgenden nur die wichtigsten Geldgeber für Studierende genannt.

Die politischen (parteinahen) Stiftungen
Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP)
Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD)
Heinrich-Boell-Stiftung (Grüne)
Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU)
Rosa-Luxemburg-Stiftung (PDS)

Die Begabtenförderungswerke
Studientiftung des deutschen Volkes
Haniel-Stiftung
Stiftung der deutschen Wirtschaft: Klaus Murmann Stiftung
Bischöfliche Studienförderung für katholische Studierende
Evangelisches Studienwerk

Zur weiteren Recherche
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