GRUNDTVIG
Seinen Namen erhielt das EU-Programm der Erwachsenenbildung von Nikolai Frederik Severin Grundtvig, einem Dänen, der im 19. Jahrhundert an der Entwicklung des Konzepts des lebenslangen Lernens beteiligt war und als Begründer der Heimvolkshochschulen gilt.
- Zielsetzung
Die europaweite Mobilität erwachsener EU-Bürger steht im Vordergrund des GRUNDTVIG-Programms, dabei soll darauf geachtet werden, wie die Bedürfnisse einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung am Besten berücksichtigt werden. Es werden Auslandsaufenthalte einzelner Personen gefördert sowie Lernpartnerschaften und internationale Netzwerke.
- Zielgruppen
Das Programm betrifft erwachsene Menschen, die sich weiterbilden wollen oder auch gesellschaftliche Randgruppen, antragsberechtigt sind allerdings nur die Beschäftigten öffentlicher Einrichtungen wie Initiativen, Vereine und Schulen. Außerdem Institutionen wie Behörden, Verwaltungen und Regierungsstellen.
- Dauer und Ablauf des Programms
Als vorbereitende Maßnahmen im GRUNDTVIG-Programm wird den Teilnehmern bei der Organisationen eines Besuchs der zukünftigen Partnereinrichtung geholfen, durch Kontaktseminare wird die Projektarbeit gefördert und Datenbanken können interessierten Institutionen helfen den richtigen Partner zu finden. Außerdem können Beschäftigte in der Erwachsenenbildung sich im europäischen Ausland weiterbilden lassen.
- Bewerbungsverfahren
Die Interessenten müssen Projektvorschläge bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) einreichen, pro Jahr gibt es eine Antragsrunde, die normalerweise im Frühjahr endet. Das Projekt "Lernpartnerschaften" hat eine Laufzeit von zwei Jahren, die Freiwilligenarbeit älterer Menschen hingegen ist nicht zeitlich begrenzt. Die Dauer der Förderung wird im Einzelfall für die verschiedenen Projekte festgelegt.


