Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden

Mit dem DDR-Pass als Austauschschüler in die USA

20 Jahre Schüleraustausch in Ostdeutschland – Jubiläumsfeier in Berlin Nach dem Fall der Berliner Mauer war das Deutsche Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) die erste Schüleraustausch-Organisation, die Austauschprogramme für Jugendliche aus der damaligen DDR ins Leben rief. Bereits im Sommer 1990 – noch vor der Wiedervereinigung – starteten 46 Schüler aus allen Bezirken der DDR in ein Austauschjahr in den USA. Im Gegenzug traten 17 US-amerikanische Schüler ein außergewöhnliches Austauschjahr an, das in der damaligen DDR begann und in der wiedervereinten Bundesrepublik endete.

Auf beiden Seiten des Atlantiks lebten die Austauschschüler ein Jahr lang in einer Gastfamilie, besuchten eine örtliche Schule und sammelten intensive Eindrücke in einem Land, zu dem freundschaftliche Beziehungen kurz zuvor noch kaum möglich erschienen waren.

Das 20-jährige Bestehen der Vereinsarbeit in Ostdeutschland feiert YFU am 2. Oktober 2010 in der Kulturbrauerein in Berlin. (Presseeinladung und Programm finden Sie hier.)

Die andere Seite des Eisernen Vorhangs kennen lernen

Janina Gatzky ist eine der 46 Jugendlichen aus dem DDR-Austauschjahrgang von 1990/91. Sie berichtet, dass ihr die Menschen in den USA mit großem Interesse begegnet seien, manchmal auch mit Mitleid: „Ich wurde immer wieder gefragt, ob ich aus dem guten oder schlechten Teil Deutschlands komme. Dann folgten oft Fragen nach ausreichend Lebensmitteln und den Lebensumständen. Viel wusste man nicht über das eigentliche Leben in der DDR.“ Janina Gatzky ist überzeugt, dass der Schüleraustausch Grundsteine für mehr gegenseitiges Verständnis gelegt hat: „Der frühe Schritt von YFU in die DDR hat auf jeden Fall dazu beigetragen, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen und etwas vom wahren Leben auf der jeweils anderen Seite des Eisernen Vorhangs zu vermitteln.“

Das sollen die bösen Kommunisten sein?

Auch auf Seiten der jungen US-Amerikaner, die in die DDR reisten, konnte die Angst vor dem Unbekannten durch echte, eigene Erfahrungen ersetzt werden: „Wie die meisten Amerikaner hatte ich die Vorstellung im Kopf, dass meine Klassenkameraden am ersten Schultag in ihren FDJ-Hemden ankommen und mir das Kommunistische Manifest aufdrücken würden“, so Jennifer Perkins, ehemalige Austauschschülerin aus den USA im Schuljahr 1990/91, „Aber das war so falsch. Ich konnte nicht glauben, dass diese freundlichen Menschen die ‚bösen Kommunisten’ waren, von denen mir erzählt worden war.“ Schüleraustausch mit 17 osteuropäischen Ländern

Neben der damaligen DDR weitete YFU seine Austauschprogramme direkt nach dem Mauerfall auch auf weitere Länder des einstigen „Ostblocks“ aus und war damit die erste Organisation, die Schüleraustausch mit Osteuropa ermöglichte. So kamen im Sommer 1990 die ersten Austauschschüler aus Polen, Ungarn und der damaligen Tschechoslowakei für ein Jahr nach Deutschland. Bald darauf machten sich im Gegenzug junge Menschen aus Deutschland auf den Weg nach Osten. Seitdem hat YFU kontinuierlich am Auf- und Ausbau des Osteuropa-Austausches gearbeitet, so dass mittlerweile 17 mittel-, ost-, und südosteuropäische Länder im Programm sind. Mit eigenen Stipendien-Programmen fördert YFU auch heute noch intensiv den Schüleraustausch mit unseren europäischen Nachbarn im Osten.

(Quelle: Youth for Understanding, 16.09.2010)

Sprachreisen 2012

NEU: Den Sprachreisenkatalog 2012 kostenlos bestellen: Sprachreise-Katalog 2012 bestellen
Sprachreise-Katalog kostenlos anfordern.
T5 Jobmessen