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Erasmus-Programm: Neue Zahlen über die Beteiligung

Die Europäische Kommission hat heute neue Zahlen über die Beteiligung von Schülern, Lehrern und anderem Personal im Bereich der Hochschulbildung des Erasmus-Programms innerhalb der EU veröffentlicht. Im akademischen Jahr 2007/2008 ermöglichte das Erasmus-Programm mehr als 182.000 europäischen Schülern und 32.000 Akademikern sowie anderen Mitarbeitern für Studiengänge, Praktika, Lehrtätigkeit oder Ausbildungen ins Ausland zu gehen. Diese Notiz beinhaltet detaillierte Statistiken einschließlich Aufschlüsselungen der Länder.

Der Austausch von Schülern

Das Studium

Das Erasmus-Programm ermöglicht Studenten für einen durchgängigen Studienzeitraum zwischen 3 und 12 Monaten an einer höheren Bildungseinrichtung eines teilnehmenden Landes zu studieren.

Im akademischen Jahr 2007/2008 studierten 162.695 Erasmus-Studenten in einem der 31 teilnehmenden Länder im Ausland. Dieses stellt einen jährlichen Anstieg von 2,1 % verglichen mit einem Anstieg von 3,2 % des Vorjahres dar.

In 10 Ländern wurde jedoch auch ein negatives Wachstum festgestellt: Deutschland, Frankreich, Belgien, Griechenland, Schweden, Rumänien, Norwegen, Finnland, Malta und Liechtenstein. Innerhalb der letzten fünf Länder belief sich die Abnahme zwischen 10 % und 15 %.

Deutschland bleibt auch weiterhin das Land mit der größten Beteiligung. 23.553 Schüler nahmen in Deutschland an dem Erasmus-Programm teil, gefolgt von Spanien (23.107), Frankreich (22.556) und Italien (17.562). Spanien blieb auch weiterhin das beliebteste Ziel für Schüler und bekam 27.831 Schüler über das ganze Jahr verteilt. Danach folgt Frankreich mit 20.503 Schülern. Deutschland belegt mit 17.801 Schülern den dritten Platz und das Vereinigte Königreich schließt mit 15.975 Schülern an.

Sozialwissenschaften, Geschäftsführung und Rechtswissenschaften waren die beliebtesten Fächer, in die die Erasmus-Studenten eintauchten. An zweiter Stelle kamen humanitäre Dienste und Kunst sowie Ingenieurswesen, Fertigungswirtschaft und Baugewerbe an dritter Stelle. Die durchschnittliche Dauer des Erasmus-Programms belief sich auf 6,5 Monate. 62 % der Erasmus-Schüler, die im Ausland studierten, waren Frauen.

Die Versuche, die durchschnittlichen Subventionen zu erhöhen, die Schüler durch das Erasmus-Budget erhalten, hat die durchschnittliche monatliche Unterstützung auf 242 Euro im Jahre 2007/2008 gebracht, eine Steigerung von 26 % zum Vorjahr.

Das Praktikum

Erasmus ermöglicht Studenten von akademischen Bildungseinrichtungen auch für einen Praktikumszeitraum zwischen 3 Monaten (oder mindestens zwei Wochen für Schüler einer kürzeren Hochschulbildung) und 12 Monaten in einem Unternehmen oder einer Organisation in einem teilnehmenden Land zu verbringen. Die Praktika in Unternehmen für Schüler haben seit der Umwandlung des EU-Leonardo da Vinci-Programms für berufliche Ausbildung in das Erasmus-Programm, einen großen Anstieg erfahren. Es wurden 20.002 Schülerpraktika im Jahre 2007/2008 durchgeführt verglichen mit ungefähr 14.400 Praktika des Vorjahres. Dieses macht einen starken Anstieg von 38,9 % aus. Mit 3.389 Werkstudenten und Praktika war Frankreich das Land, das die meisten Schüler durch das Programm in andere Länder sandte, gefolgt von Großbritannien mit 2.755 und Deutschland mit 2.733 Studenten. Spanien war auch hier das beliebteste Ziel für die Erasmus-Schüler und über das ganze Jahr verteilt gingen dort 3.298 Schüler hin. Nach Großbritannien gingen 3.145 Schüler sowie nach Deutschland 3.021 Schüler.

Der beliebteste Fachbereich für Erasmus-Werkstudenten war der gewerbsmäßige, wissenschaftliche und technische Sektor, gefolgt vom Bildungssektor.

Die durchschnittliche Dauer für ein Erasmus-Praktikum war 4,3 Monate. Davon waren 62 % der Erasmus-Schüler, die ein Praktikum im Ausland machten, Frauen. Die europäische Monatsunterstützung belief sich durchschnittlich auf 409 Euro im Jahre 2007/2008.

Intensive Sprachkurse innerhalb des Erasmus-Programms

Die intensiven Sprachkurse, die von dem Erasmus-Programm angeboten werden, sind spezialisierte Kurse, die innerhalb der EU nicht so oft gelehrt werden und die Erasmus-Schülern dabei helfen, sich auf ihr Studium oder Praktikum im Ausland vorzubereiten. Sie werden in den Ländern organisiert, wo diese Sprachen gesprochen werden, indem sie an Hochschulen angeboten werden. Dieses Programm wird jedoch nicht für Sprachen gelehrt, die auch oft anderswo erlernt werden kann. Dieses umfasst die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch (Kastilisch). Im Jahre 2007/2008 wurden solche Kurse in 23 Ländern für insgesamt 4.894 Schüler organisiert (Anstieg um 4 % im Vergleich zu 2006/2007). Die Länder, die für diese Programme am meisten genutzt wurden, waren Italien, Portugal und Belgien (die flämische Gemeinde).

Die gesamte Studenten-Mobilität

Trotz anhaltenden Wachstums in der Mobilität von Schülern und Lehrern in den letzten Jahren hat sich die Wachstumsrate verlangsamt. Um das Ziel von 3 Millionen Schülern bis zum Jahre 2012 erreichen zu können, wäre ein jährlicher Anstieg von etwa 8 % erforderlich.

Die Personal-Mobilität im Bereich des Erasmus-Programms

Lehraufträge

Das Erasmus-Programm ermöglicht Mitarbeitern von höheren Lehranstalten und Unternehmen für einen Zeitraum zwischen 1 Tag – oder mindestens 5 Lehrstunden – und 6 Wochen an einer höheren Lehranstalt in einem teilnehmenden Land zu unterrichten.

Die Anzahl der Lehrer, die von dem Erasmus-Programm profitierten, ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Im akademischen Jahr 2007/2008 nahmen 27.157 Lehrer an dem Erasmus-Austausch-Programmen teil, ein Anstieg von 5,4 % verglichen zum Vorjahr. 23 Länder erfuhren einen Anstieg. Seit der Einführung des Lehrer-Mobilität-Programms im Jahre 1997/98 fanden 193.183 Lehraufträge im Ausland statt.

Deutschland (2.681), Spanien (2.653) und Polen (2.462) sandten die höchste Anzahl von Lehrern und Deutschland (2.927), Italien (2.560) und Spanien (2.510) waren die größten Empfänger von Lehrern des Erasmus-Programms. Die meisten Länder erfuhren einen Anstieg im Abgang der Lehrer-Mobilität. Davon besonders im Bulgarien, gefolgt von Polen und Lettland.

Die Erasmus-Lehrer waren auf Fachgebieten wie Sozialwissenschaften, Geschäftsführung und Rechtswissenschaften; humanitären Diensten und Kunst; Fertigungswirtschaft und Baugewerbe, besonders wendig.

Ausbildung der Angestellten

Das Erasmus-Programm ermöglicht sowohl Lehrern als auch anderen Angestellten von höheren Lehranstalten für einen Zeitraum zwischen 1 Woche (5 Werktagen) und 6 Wochen in einem Unternehmen oder einer Organisation wie einer höheren Lehranstalt in einem anderen teilnehmenden Land zu unterrichten.

Diese neue Möglichkeit für die Ausbildung der Angestellten im Ausland wurde von 4.883 Teilnehmern im Jahre 2007/2008 ergriffen. Sowohl akademische als auch nicht-akademische Angestellte der zentralen Verwaltung sowie der Kundenbetreuung nahmen daran teil. Im Jahre 2007/08 konnten 52 Personalmitglieder aus Unternehmen auch an höhere Lehranstalten im Ausland gehen, um an Lehrgängen teilzunehmen.

Polen (652), Lettland (443) und Finnland (435) schickten die meisten Angestellten ins Ausland und Großbritannien (615), Deutschland (555) und Spanien (480) waren die Länder, die die meisten Teilnehmer aufnahmen.

Erasmus-Intensiv-Programme

Ein Intensiv-Programm ist ein kurzes Lernprogramm (10 durchgängige Tage bis 6 Wochen Fächer-bezogener Arbeit), bei dem Schüler und Lehrkräfte von höheren Lehranstalten aus mindesten drei Teilnehmerländern zusammenkommen.

Im Jahre 2007/08 wurden die Intensiv-Programme organisiert, nachdem sie von nationalen Behörden neu geregelt wurden. Daran nahmen 8.932 Schüler und 2.725 Lehrer teil.

Die Hauptstudienfächer, die dadurch gedeckt wurde, waren Sozialwissenschaft, Geschäftsführung und Rechtswissenschaft; und Ingenieurswesen, Fertigungswesen und Baugewerbe.

Die durchschnittliche Dauer dieser Kurzprogramme betrug 12 Tage.

(Quelle: Europäische Kommission, 30.07.2009)

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