Europäische Preise für lebenslanges Lernen als Anerkennung für hervorragende Mobilitätsprojekte
Mit dem Europäischen Preis 2008 für lebenslanges Lernen ausgezeichnet wurden heute fünfzehn von der Europäischen Union geförderte Projekte im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf „Qualität in Sachen Mobilität“. Überreicht wurden die Preise von Ján Figel', EU-Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend, und vom slowenischen Minister für Bildung und Sport, Dr. Milan Zver, im Rahmen einer Konferenz in Ljubljana, Slowenien.
15 prämierte Projekte aus 13 Mitgliedstaaten haben den Beweis dafür erbracht, dass Mobilität Horizonte erweitern, individuelle Fähigkeiten fördern und neue Chancen eröffnen kann. Die siegreichen europäischen „Erfolgsstories“ wurden mit Gold, Silber und Bronze in einer der folgenden fünf Kategorien ausgezeichnet: Comenius für Schulbildung, Leonardo da Vinci für berufliche Aus- und Weiterbildung, Erasmus für Hochschulbildung, Grundtvig für Erwachsenenbildung sowie die Kategorie Sprachen. Im Vordergrund standen diesmal Mobilitätsmaßnahmen für Lehrpersonal und Ausbilder.
Gold erhielten folgende fünf Projekte: Eine Schulpartnerschaft zwischen Lettland und Tschechien, in deren Rahmen die Schülerinnen und Schüler Lieder in die Sprache der Partnerschule übersetzt und anschließend gemeinsam einstudiert haben; das Lehrprogramm für Intensivkurse des portugiesischen Instituto Politécnico de Tomar und den Partneruniversitäten dieser Technischen Hochschule; ein Personalaustausch-Programm für die Beschäftigten eines dänischen Dienstleistungsunternehmens für Feuerlöschwesen und seiner Partnerfirma im Vereinigten Königreich; Lehrveranstaltungen zum Thema religiöse Vielfalt und Anti-Diskriminierung unter Federführung des Centre Européen Juif d'Information, Brüssel, und Lingu@net Europa Plus, ein von London aus betriebenes Projekt, das Lernenden Orientierung und Begleitung durch eine Angebotsvielfalt von über 3 700 Online-Lernmitteln bietet.
Überreicht wurden die Preise heute in Ljubljana im Rahmen einer Konferenz zum Thema „Qualität in Sachen Mobilität“ unter der derzeitigen slowenischen EU-Ratspräsidentschaft. Veranstaltet worden ist die Konferenz von der slowenischen Nationalagentur für das Programm „Lebenslanges Lernen“ (CMEPIUS) in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung und Sport der Slowenischen Republik, mit Unterstützung der Europäischen Kommission. Die Konferenz bietet eine Diskussions-Plattform für den Meinungsaustausch über künftige Vorgehensweisen zur Erleichterung des Zugangs zu Mobilität und zur Verstärkung der Wirkung von Personalmobilität als Triebfeder für den Wandel.
Mobilität wird auch weiterhin das zentrale Anliegen des Programms für lebenslanges Lernen sein, das als das Vorzeigeprogramm der EU für die Finanzierung von Aktionen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung gilt und zu dem für die nächsten Jahre bereits weitere neue Aktionen geplant sind:
- Comenius Regio, eine neue Aktion für Partnerschaften zwischen lokalen und regionalen Schulträgern; anlaufen soll diese Aktion im Jahr 2009.
- Ab 2010 bietet die Aktion „Comenius Individual Pupil Mobility" Sekundarschülern die Möglichkeit, mindestens 3 Monate und bis zu einem gesamten Schuljahr in einer Comenius-Partnerschule im Ausland zu verbringen.
- Im Rahmen des Programms Grundtvig (für Erwachsenenbildung) sollen neue Formen der Mobilität angeboten werden.
(Quelle: Europäische Kommission, 13.06.2008)


