Grund zum Feiern für Erasmus: seit 20 Jahren steigende Teilnehmerzahlen
Erasmus, das Austauschprogramm für Hochschulen, verzeichnete auch im akademischen Jahr 2005/2006 wieder eine Rekordbeteiligung und bleibt damit das Flaggschiff der Europäischen Kommission auf dem Gebiet der Bildung. Die Gesamtzahl der an Erasmus teilnehmenden Studierenden stieg gegenüber dem Vorjahr um 7 %, die Zahl der Hochschuldozenten, die an Austauschmaßnahmen teilnahmen, um 12 %. In Mittel- und Osteuropa zeigt sich die Wirkung von Erasmus besonders deutlich: In den Mitgliedstaaten, die der EU vor drei Jahren beigetreten sind, stieg die Zahl der Erasmus-Studierenden im Durchschnitt um etwa 20 %, und auch bei den Dozenten blieb die Zuwachsrate mit 20 % weiter hoch.
Der für allgemeine und berufliche Bildung sowie Kultur zuständige Kommissar Ján Figel' erklärte hierzu: „Die heute veröffentlichen Daten machen deutlich, dass der zwanzigste Geburtstag von Erasmus – Erasmus@20 – wirklich ein Grund zum Feiern ist. Der ungebrochene Erfolg des Programms ist für uns ein Ansporn, noch mehr für die Mobilität und den Austausch von Studierenden zu tun."
Im akademischen Jahr 2005/2006 nahmen 154 553 Studierende an einem Erasmus-Austausch teil – 7,3 % mehr als im Vorjahr. Im selben Zeitraum absolvierten auch 23 462 Hochschuldozenten einen Auslandsaufenthalt mit Erasmus, was einem Anstieg um 12,4 % entspricht.
Bei den aufgenommenen Studierenden und Dozenten verzeichneten die meisten der 31 teilnehmenden Länder Zuwächse, während die Zahlen bei den entsandten Personen weniger einheitlich ausfallen. Mit in diesem Jahr 26 629 aufgenommenen Studierenden blieb Spanien das beliebteste Ziel, gefolgt von Frankreich (21 424), Deutschland (17 886) und dem Vereinigten Königreich (16 365).
Am stärksten hat die Mobilität von Studierenden und Dozenten wieder in den Mitgliedstaaten zugenommen, die der EU im Jahr 2004 beigetreten sind. Im akademischen Jahr 2005/2006 stieg in diesen Ländern die Zahl der Erasmus-Studierenden weiter um durchschnittlich 19,9 %, die Zahl der Dozenten, die sich am Austausch beteiligten, um durchschnittlich 20,3 %.
2005/2006 war außerdem das zweite Studienjahr, in dem die türkischen Hochschulen erfolgreich an Erasmus teilnahmen. 2852 türkische Studierende konnten Auslandsaufenthalte absolvieren (die Steigerungsrate betrug hier rund 150 %), und 828 Studierende erhielten die Möglichkeit, in der Türkei zu studieren. Ferner nutzten 581 türkische Dozenten das Programm für einen Aufenthalt an einer Hochschule im europäischen Ausland, was einem Zuwachs um 70 % entspricht.
ERASMUS bietet Hochschulstudierenden die Gelegenheit, drei bis zwölf Monate an einer Universität oder einer sonstigen Hochschuleinrichtung in einem anderen Teilnehmerland zu studieren. Daneben unterstützt das Programm Hochschuldozenten, die im Rahmen des offiziellen Vorlesungsplans – meist kurze – Lehraufträge an einer Partnerhochschule in einem anderen europäischen Land übernehmen.
(Quelle. Europäische Kommission, 27.04.2007)


