Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Sie sind hier: Startseite Ausland Auslands-Knigge Europa Spanien

Auslands-Knigge – Spanien

Kommunikation

Die wichtigsten Grußformeln sind ¡Hola! (“Hallo”), ¡Buenos días! (“Guten Morgen”) und ¡Buenas tardes! (“Guten Tag”). Wenn man einander vorgestellt wird, sagt man Encantado de conocerle (“Erfreut, Sie kennen zu lernen”). Auf die Frage ¿Cómo está Usted? (“Wie geht es Ihnen?”) wird häufig mit den Worten Bien, gracias (“Danke, gut.”) geantwortet.


Catedral la Almudena Madrid

Spanier lassen einen selten ausreden. Das zeigt jedoch ihr reges Interesse und man sollte sich daher nicht davon stören lassen. Da Spanier sehr religiös sind, gehört es sich nicht zu fluchen. Gespräche werden nie direkt geführt, auch Absagen werden nett verpackt. Ein „Nein“ gibt es nicht und wirkt auf Spanier verletzend. Daher sollte es umschrieben werden.

Es ist hilfreich Spanisch zu sprechen, denn Spanier beherrschen selten sehr gut Fremdsprachen. Daher sind sie auch sehr dankbar, wenn man ihre Sprache spricht. Es wird auch nicht erwartet, dass man Spanisch perfekt beherrscht.

Zu Beginn des Gespräches führt man zuerst etwas Small Talk, zum Beispiel über das Wetter, Urlaub, Wein, Kunst usw. Themen wie den Nationalsozialismus, Probleme des Baskenlandes oder Katalonien, dem ehemaligen Franco-Regime, die ETA oder der islamische Terror, sollten unbedingt vermieden werden. Tabu sind außerdem katholische Traditionen.

Essen und Trinken

Einladungen zum Abendessen sollten nicht ausgeschlagen werden, denn dies gilt als unhöflich. Es beginnt frühestens um 21 Uhr und endet meist gegen Mitternacht. Es ist wichtig, alle Speisen zu probieren und sie ausdrücklich zu loben. Denn auf ihr Essen sind die Spanier sehr stolz. Während des Essens wird viel Small Talk über die Familie und Privates geführt. Ein beliebtes Thema ist auch Fußball. Für das Speisen gilt: insbesondere regionale Spezialitäten sollten nicht abgelehnt werden. Es ist nicht unüblich, sich vom Gastgeber das Gericht zu empfehlen lassen. Außerdem sollte man darauf achten beim Essen nicht zu viel Alkohol zu trinken - in Spanien gilt bereits ein kleiner Schwips als anstößig.

Kultur

Zur Begrüßung reicht man sich die Hand und schaut sich in die Augen. Die Frau darf entscheiden, wem sie die Hand gibt. Gut befreundete Männer begrüßen sich oft mit einem Schulterklopfen oder mit einer Umarmung (Abrazo). Freundinnen küssen sich zur Begrüßung oder zum Abschied auf beide Wangen.

Die Spanier sind bekannt für ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Spontaneität. Es wird nicht voraus geplant, sondern improvisiert. Außerdem sind Spanier chronisch unpünktlich. Deutsche brauchen daher meistens viel Geduld, denn vieles geht etwas langsamer. Bei Termindruck empfiehlt es sich vorsichtig und mit Charme nachzuhaken. Auch die Geschäftstermine sollten nie zu eng gelegt werden, um auch unvorhersehbare Situationen zu meistern.

Business

In Spanien haben die Hierarchien eine höhere Bedeutung als in Deutschland. Die Entscheidungen werden vorwiegend auf der Chefebene getroffen. Zwar duzen sich fast alle im Geschäftsleben, aber die schriftliche Kommunikation ist dafür um so förmlicher. Allerdings sollte man abwarten, bis der spanische Geschäftpartner zum ersten Mal das Du (tú) verwendet. Die Anrede mit Titel wird in Spanien nicht überbewertet. Die Gespräche sind oft spontan und informell. Es ist üblich, das Gesagte vom anderen zu wiederholen, sozusagen als Bestätigung. Daher dauern diese Gespräche zum Teil auch länger. Es ist hilfreich die Spanier bei bestimmten Themen wie Ordnung und Sauberkeit mit etwas Charme zu überzeugen.

Besonders viel Respekt erntet, wer auf kulturelle Besonderheiten eingeht. In der Region Katalonien ist es sehr sympathiesteigernd, wenn man ein paar Worte auf Katalanisch beherrscht. Daher sollte man vorher herausfinden, ob der Geschäftspartner spanischer oder katalanischer Herkunft ist. Hier empfiehlt sich viel Fingerspitzengefühl. Ein guter Hinweis ist dafür der Nachname.


Straße in Barcelona

Tabus

Niemals abfällig über den Stierkampf oder die Siesta reden – seine ablehnende Haltung sollte man für sich behalten. Die Hörnergeste sollte daher nicht herausrutschen. Auch Vorsicht mit der Geste „ausgestreckter Daumen nach oben“ - Spanier könnten darauf beleidigt reagieren.

Sonstiges

Wenn man von jemanden mitgenommen wird, bekommt derjenige Geld für das Benzin. Im Restaurant bezahlt einer. Es ist üblich, dass einer immer eine Runde spendiert. Nur Studenten bezahlen ihre eigene Rechnung. Beim Betreten einer Kirche sollte man nicht leicht bekleidet erscheinen. Das gilt vor allem für Frauen, sie sollten auf Tops und kurze Shorts verzichten.


Links zu Spanien:

Artikelaktionen

Sprachreisen 2012

NEU: Den Sprachreisenkatalog 2012 kostenlos bestellen: Sprachreise-Katalog 2012 bestellen
Sprachreise-Katalog kostenlos anfordern.
T5 Jobmessen