Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden

Auslands-Knigge Vietnam

Kommunikation

Die Amtsprache in Vietnam ist Vietnamesisch. Das ist eine einsilbige, tonale Sprache, bei der die Tonhöhe der Silben die Bedeutung des Wortes bestimmt. In Vietnam wird ebenso etwas Französisch oder Englisch gesprochen.

Zur Begrüßung gibt man sich in Vietnam die Hand. Es wird immer die älteste Person zuerst begrüßt, denn das Alter verdient in Asien hohen Respekt. Wird die Hand mit beiden Händen bei der Begrüßung umfasst, so ist das eine besonders herzliche Geste.

Die Einheimischen haben eine freundliche, schelmische Neugier, denn überall wo sich ein Tay (ein Westler) bewegt, gibt es etwas zu erleben. In etwas abgelegeneren Gegenden könnte es sogar sein, dass die Vietnamesen versuchen, die helle Haut eines Tay zu berühren, da sie die Westler sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Es kann auch passieren, dass Kinder vor Freude toben und ihr Englisch mit einem "Hello Mister" oder einem "I love you" ausprobieren.

Essen und Trinken

Das vietnamesische Essen zählt zu den leichtesten und gesündesten der Welt. Es ist mit der chinesischen Küche verwandt, dennoch gibt es viele Gerichte, die in anderen Ländern nicht exisitieren. Denn Vietnam hat viele Einflüsse der Thai, der Khmer und der Inder in seiner Küche vereint.

In Vietnam gibt es Reis, Gemüse und Obst auf viele verschiedene Arten zubereitet. Spezialitäten sind Com (Reissuppe), Nem (Schweinefleisch mit Nudeln, Eiern und Pilzen) und Banh Ghung (Reis, Schweinefleisch und Zwiebeln, in große Blätter gewickelt und bis zu 48 Stunden gekocht). Ferner steht auf jedem Tisch eine Flasche Nuoc Mam (Fischsauce), die zu keinem Gericht fehlen darf.

Zu jedem Essen wird Com Trang (gekochter Reis) serviert. Dazu werden in kleinen Schälchen frische Kräuter zum nachwürzen gereicht. Zudem werden kleine Baguettes angeboten, die es aufgrund der französischen Kolonialherrschaft in Vietnam gibt. Ein Reisfeld

Bei den Getränken sind der grüne Tee (Che), frische Kokosmilch (Nuoc Dua) oder Obstsäfte (Sinh To) ausgezeichnet. Reiswein und die aus China importierten hochprozentigen Spirituosen könnten nicht Jedermanns Sache sein. Sehr wohlschmeckend hingegen ist das vietnamesische Bier, entweder frisch gezapft (bia hoi) oder als Castel. Saigon Export, Bia Hanoi, Salida oder 333 (sprich ba ba ba) sind von überaus guter Qualität und mit ca. 30 Cent sehr preisgünstig.

Kaffee ist in Vietnam äußerst stark, aber auch sehr gut.

Kultur

Wird man in Vietnam eingeladen, so sollte selbstverständlich eine Gegeneinladung erfolgen. Gastgeschenke sind gern gesehen. Vor allem ausländische Zigaretten, elektronische Spielereien oder Lebensmittel wie Pralinen oder Torten eignen sich gut.

In Vietnam wird, ebenso wie in China, mit Stäbchen gegessen. Die Stäbchen sind ein Überbleibsel vieler Jahrhunderte chinesischer Besatzung. In westlichen Lokalen wiederum bekommt man Besteck, welches den französischen Kolonialherren zu verdanken ist.

Jedes Gespräch wird mit einem Tee eröffnet. Werden dem Reisenden Bier oder Zigaretten angeboten, so erwidert dieser so eine Geste mit der nächsten Runde Bier oder Zigaretten.

Allerdings gilt in Vietnam, anders als in Deutschland, je mehr Flecken auf dem Tischtuch, desto besser hat es geschmeckt.

Business

Eile oder Hektik gibt es in Vietnam nicht. Daher sollten die reisenden Ruhe bewahren, denn verliert man die Fassung, verliert man in den Augen der Einheimischen auch das Gesicht.

Nur bei sehr formellen Anlässen werden Anzüge erwartet.

In Geschäftskreisen wird nur sehr wenig Englisch gesprochen. Französisch ist für den Geschäftsreisenden hilfreicher.

Tabus

Stäbchen werden niemals in die Schüssel mit Reisresten gesteckt, das beschwört dem Glauben nach einen Todesfall herauf. Besser ist es, die Stäbchen auf den Teller oder auf den Tisch zu legen.

Es gilt als äußerst unhöflich im Essen herumzustochern. Es sollten besser einzelne Bissen herausgepickt werden. Ferner schickt es sich nicht, mit den Stäbchen auf Menschen zu zeigen.

Bettler sind in Ringen organisiert und werden von skrupellosen Geschäftemachern ausgebeutet. Daher ist es für die Touristen ratsam den armen Menschen kein Geld zu geben, sondern nützliche Dinge, wie Lebensmittel oder Kleidung. Ein Fischerboot

Orthodoxe Buddhisten dürfen unter keinen Umständen von einer Frau berührt werden. Ist dies dennoch passiert, auch wenn es unabsichtlich geschah, muss sich der Mönch zeitaufwendigen Reinigungsriten unterziehen. Bei der Begrüßung eines Mönches muss man abwarten bis der Mönch einem die Hand entgegenstreckt. Ist dies nicht der Fall, unter keinen Umständen selbst aktiv werden.

Als Reisender sollte man es vermeiden mit Erfolgen, dem Einkommen oder Statussymbolen zu prahlen oder sein Herkunftsland übertrieben zu loben.

Zärtlichkeiten dürfen nicht in der Öffentlichkeit ausgetauscht werden.

Oben ohne und Nacktbaden sind verboten. Des Weiteren ist es angebracht auf kurze Röcke oder Tops zu verzichten.

Sonstiges

Die Vietnamesen sagen ungern "Nein". Sie geben lieber eine falsche Antwort, als zuzugeben, dass sie nicht weiterhelfen können.

Offiziell wird Trinkgeld nicht gern gesehen, aber besonders im Süden des Landes ist es immer weiter verbreitet.

Bevor man Einheimische fotografieren möchte, ist es angebracht vorher um Erlaubnis zu fragen.

Artikelaktionen

Sprachreisen 2012

NEU: Den Sprachreisenkatalog 2012 kostenlos bestellen: Sprachreise-Katalog 2012 bestellen
Sprachreise-Katalog kostenlos anfordern.
T5 Jobmessen