Auslands-Knigge Singapur
Kommunikation
Die Amtssprache in Singapur ist Englisch. Malaiisch hingegen ist Nationalsprache, daneben werden offiziell Chinesisch (Mandarin und einige Dialekte, u. a. Hokkien) und Tamil gesprochen.
Normalerweise begrüßen sich die Menschen in Singapur mit einem Handschlag. Trifft man auf Einheimische chinesischer Abstammung, nennen diese ihren Nachnamen vor dem Vornamen. Malaysier und Inder nennen nur ihren Vornamen, dann folgt die Anrede oder der Titel.
Bei Gesprächen wird empfohlen religiöse und politische Themen zu meiden.
Englisch wird von fast allen Singapurern gesprochen und verstanden.
Essen und Trinken
In Singapur findet man vom Straßenkiosk bis zum Luxusrestaurant alle kulinarischen Möglichkeiten. In der malaiischen Küche werden Kokosmilch und zahlreiche Gewürze verwendet. Satay (Bambusstäbchen mit mariniertem Huhn, Rind, Schwein oder Lamm, über Holzkohle gegrillt) wird mit Erdnusssauce und Reis serviert. Die indonesische Küche ist recht scharf, eine Köstlichkeit ist Beef Rendang (Rindfleisch mit Kokosmilch und Curry).
In Singapur gibt es über 8000 Essstände, die hygienisch völlig einwandfrei und unbedenklich sind, weil sie von staatlichen Inspektoren auf Frische und Hygiene kontrolliert werden.
Viele Essensmöglichkeiten findet man in so genannten hawker centres, die oft unter freiem Himmel sind, wodurch man in der Sonne sitzend die Köstlichkeiten genießen kann.
Alkoholische Getränke sind sehr teuer, da sie mit einer hohen Steuer belegt sind.
Kultur
Pünktlichkeit ist sehr wichtig.
Als Gastgeschenke bei privaten Einladungen eignen sich Süßigkeiten oder Blumen. Die Geschenke immer mit der rechten Hand überreichen. Bekommt man selber ein Geschenk, ist es angebracht, es nicht sofort zu öffnen.
Vor dem Betreten einer Moschee oder eines Tempels werden die Schuhe ausgezogen.
Es ist in Singapur gesetzeswidrig, wenn unverheiratete Paare zusammenleben oder Kinder bekommen. Eigentlich legt die Bevölkerung Wert auf große Familien, wodurch allerdings der Wohnraum knapp wurde. Daraufhin wurde von der Regierung die Zwei-Kind-Familie propagiert. Allerdings sank dadurch die Geburtenrate so stark, dass den Menschen wieder nahe gelegt wurde, mehrere Kinder zu bekommen.
Singapurer sind sehr offen und hilfsbereit. Das Thema Essen ist eines ihrer liebsten Gesprächsthemen.

Die Skyline von Singapur
Business
Ein gepflegtes Äußeres ist in Singapur sehr wichtig, zudem haben die Singapurer ein ausgeprägtes Statusbewusstsein, dass sich durch Tragen von Marken auszeichnet.
Der Beziehungsaufbau ist in Singapur sehr wichtig, um ein Geschäft erfolgreich abzuschließen. Wichtig dabei ist der Austausch von Informationen, Gemeinsamkeiten oder die Gegenseitige Hilfe.
Visitenkarten sollten als Zeichen des Respekts mit beiden Händen überreicht werden. Bekommt man von seinem Geschäftspartner eine Karte, sollte man dieser ausreichend Aufmerksamkeit schenken und nicht sofort wegstecken.
Tabus
Raucher sollten ihre Zigarettenkippe niemals auf die Straße werfen, da sie hohe Strafen zu befürchten haben. Bei der Einreise darf man nicht mehr als zwei Päckchen Kaugummi dabeihaben, es führt ebenfalls zu hohen Strafen, genauso wie das Ausspucken des Kaugummis auf die Straße oder generelles spucken. Überhaupt darf nichts auf den Weg geworfen werden. Auch das überqueren der Straße an den falschen Stellen kann zu Strafen führen.
Beim Umgang mit den muslimischen Malayen wird auf den Gebrauch der linken Hand verzichtet, da diese im muslimischen Glauben als unrein gilt.
Wenn der Besitz einer gewissen Menge an Drogen überschritten wird, droht die Todesstrafe. Die Botschaft kann nur sehr wenig dagegen ausrichten. Daher Finger weg von Drogen und auch niemals Pakete von Unbekannten annehmen.
Reisende sollten keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit austauschen.
FKK ist bei Strafe verboten.
Sonstiges
Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, klimatisierten Räumen, Fahrstühlen und Restaurants verboten.
Singapur ist zwar sehr verwestlicht, aber dennoch sollten Reisende sich bewusst sein, dass 78 Prozent der Einwohner Chinesen, 14 Prozent muslimische Malayen und sieben Prozent Inder sind und Singapur dadurch stark von anderen Kulturen geprägt ist.
Vor allem Frauen sollten sich nicht zu knapp kleiden. Am besten sind langärmelige Baumwollhemden und –hosen.
Trinkgeld ist im Bediengeld mit enthalten, ein Kofferträger freut sich aber über einen Singapurdollar pro Gepäckstück. Allerdings gehört Trinkgeld in Singapur nicht zur Lebensweise und ist am Flughafen sogar verboten. In Bars und Restaurants wird es dennoch als Zeichen der Anerkennung und Höflichkeit betrachtet.
Ausflüge am Wochenende sollten vermieden werden, da zu den beliebten Ausflugszielen auch viele Singapurer reisen und es daher überfüllt ist. Besser sind Ausflüge unter der Woche.
Vor dem Fotografieren von Einheimischen, Tempeln oder Zeremonien, sollte man um Erlaubnis bitten.


