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Auslands-Knigge China

Kommunikation

Hände schütteln als Gruß ist durchaus üblich. Umarmungen hingegen sind vollkommen unüblich. Generell werden Fremde nicht berührt. Es gibt keine strengen Regeln darüber, wer als Erstes begrüßt wird. Dennoch ist es üblich, dass man zuerst der ältesten Person die Hand gibt. Während der Begrüßung sehen die meisten Chinesen auf den Boden. Bei der Anrede muss man beachten, dass der Nachname bei den Chinesen vor dem Vornamen steht. Titelbezeichnungen werden durchaus benutzt. Da Chinesen nicht direkt sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt, wird nonverbalen Gesten sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Deswegen versuchen die meisten Chinesen beim Sprechen möglichst ausdruckslos zu wirken. Jemandem während einer Unterhaltung in die Augen zu sehen, gilt als respektlos. Gesten werden beim Sprechen nicht benutzt, vor allem zeigt man auf niemanden mit dem Zeigefinger.

Essen und Trinken

Im Restaurant ist Trinkgeld verboten. Wenn Chinesen anfangen beim Essen zu rülpsen oder zu schmatzen, darf man sich darüber nicht wundern, da dies eine Wertschätzung des Essens ist. Die Nase am Tisch zu schnäuzen, gilt aber als unhöflich. Wenn man eingeladen ist, wird der Gastgeber einem immer wieder den Teller auffüllen, wenn man keinen Rest über lässt. Man sollte zwar alles probieren, muss aber nicht alles aufessen. Essstäbchen werden nach dem Essen neben die Schüssel gelegt. Es gilt als unhöflich, wenn man sie aufrecht in die Schüssel steckt. Dies erinnert an Duftstäbchen, die man für die Toten aufstellt und bedeutet, dass man den anderen Personen am Tisch den Tod wünscht. Weitere Tabus am Tisch: Mit den Essstäbchen an die Schüssel tippen und eine Teekanne so ausrichten, dass die Öffnung auf eine andere Person zeigt. Frauen trinken beim Essen keinen Alkohol. Bei einer privaten Einladung sollte man viel essen, um zu zeigen, dass man das Essen genießt. Spricht der Gastgeber einen Toast aus, muss man mittrinken. Möchte man keinen Alkohol trinken, gibt man als Entschuldigung am besten medizinische Gründe an. Es ist üblich, dass man nach dem Essen gleich nach Hause geht

Hongkong

Kultur

Die Chinesen sind ein zurückhaltendes Volk. Öffentliche Gefühlsäußerungen werden nicht gern gesehen. Davon sollte man Abstand nehmen. Chinesen ist Harmonie in der Öffentlichkeit sehr wichtig und sie werden immer aufpassen, diese nicht zu stören und einen Anderen in Verlegenheit zu bringen. Ehre ist ein wichtiger Begriff in China. Die eigene Ehre sowie die eines anderen Menschen darf nicht beleidigt werden. Ist man in China privat eingeladen, sollte man es vermeiden, Blumen zu verschenken. Blumen erhalten nur die Toten. Verschenkt werden eher nützliche Gegenstände. Übertrieben teure Geschenke werden leicht als Bestechung missverstanden. Uhren sind als Geschenk tabu. Sie symbolisieren das Ende des Lebens. Das gilt auch für Halstücher. Schneidwerkzeuge jeglicher Art symbolisieren, dass man die Verbindung „kappen“ möchte. Wichtig ist auch, dass man das Geschenk mit beiden Händen überreicht. Man darf sich nicht wundern, wenn ein Geschenk unausgepackt weggelegt wird. Alles Andere wäre für den Chinesen unhöflich. Geschenke und Einladungen werden von einem Chinesen meist nicht sofort angenommen. Ein Geschenk mehrmals abzulehnen wird als demütige Geste gesehen. Etwas sofort zu akzeptieren sieht für Chinesen hingegen gierig aus. Private Einladungen sind eine sehr große Ehre. Nimmt man sie nicht an, muss man die Gründe für diese Ablehnung ausführlich erklären. In China wird außerdem viel Wert auf Farben gelegt. Positive Farben sind Rot, Gelb und Pink. Mit dem Tod hingegen werden Schwarz, Weiß und Grau assoziiert. Blau ist ebenfalls eine negative Farbe. Außerdem wird Pünktlichkeit sehr geschätzt.

Business

Keine chinesische Firma treibt Handel mit einem unbekannten Geschäftspartner. Man muss sich also von einem Dritten einführen lassen. Sind die ersten Schritte in Richtung Kennenlernen gemacht, muss man viel Geduld bewahren, da die Bürokratie des Landes umfangreiche Prozesse umfasst. Da die Chinesen daran gewöhnt sind, gruppenorientiert zu arbeiten, wird man weniger als Individuum denn als Repräsentant der Firma angesehen. Hierarchien sind wichtig und werden ernst genommen. Kommuniziert wird im chinesischen Geschäftsleben am besten im persönlichen Gespräch. Schriftlicher oder telefonischer Kontakt wird weniger geschätzt. Sind chinesische Geschäftspartner mit einer Idee nicht einverstanden, werden sie schweigen anstatt zu widersprechen. Beim Essen wird nicht über Geschäftliches gesprochen. Ein geschäftliches Treffen sollte man ca. zwei Monate im Voraus und per Schriftverkehr absprechen. Während eines Meetings wird kein Chinese sein Handy abschalten und ihn darum zu bitten, wäre eine Beleidigung. Es kann auch passieren, dass Teilnehmer des Meetings anfangen über Angelegenheiten zu sprechen, die auf den ersten Blick nichts mit dem Geschäft zu tun haben. Damit wird auf indirektem Weg aber oft eine geschäftliche Botschaft mitgeteilt. Aufmerksames Zuhören ist hier von Vorteil. Wenn man eine Präsentation vorbereitet, sollte man bunte Farben vermeiden, da Farben eine besondere Rolle in China spielen. Absolut verboten ist es, die Beherrschung zu verlieren. Damit schädigt man sein Ansehen unwiderruflich. Dazu gehört schon, dass man seine Stimme anhebt. Der geschäftliche Dresscode ist konservativ. Gedeckte Farben sind erwünscht. Als Frau sollte man darauf achten möglichst flache Schuhe und langärmelige Oberteile zu tragen.

Tabus

Politik ist ein Tabuthema in Gesprächen. Man macht verheirateten Frauen keine Komplimente. Pfeifen wird als unverschämt angesehen. Öffentlich betrunken zu sein, gilt als peinlich. Das sollte man vermeiden.

Sonstiges

Mit roter Tinte einen Namen zu schreiben, signalisiert, dass man die Verbindung lösen möchte. Mit Birnen muss man in China aufpassen, denn das chinesische Wort für Birne ist synonym mit Pech. Deswegen gelten Birnen als Unglücksbringer.


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