Auslands-Knigge Tansania
Kommunikation
Kisuaheli und Englisch sind die Amtsprachen in Tansania. Daneben wird aber auch Arabisch gesprochen und es gibt verschiedene regionale Sprachen.
In Tansania gibt man sich zur Begrüßung und zum Abschied die Hand. Eine Person wird mit dem Wort "Jambo" begrüßt, worauf ein "Jambo" erwidert wird. Begrüßt man eine Gruppe von Personen, so sagt man "Hamjambo"(Hallo wie geht´s?). Entgegnet wird darauf "Hatujambo" (Uns geht es gut). 
Essen und Trinken
Getreide, Obst und Gemüse zählen in Tansania zu den Grundnahrungsmitteln. Zudem findet man dort viele Geflügel-, Ziegen-, Rind- und Lammgerichte. Eine beliebte kleine Zwischenmahlzeit ist Kitumbua (geröstetes Brot). Ugali (fester Brei aus Maismehl, Hirse, Sorghumhirse oder Maniok) ist ebenso beliebt.
Bananen gehören in weiten Teilen Tansanias zu den wichtigsten Nahrungsmitteln und werden auf viele verschiedene Arten zubereitet. Es gibt die Bananen geröstet, gegrillt, gebraten, frittiert oder zu einer cremigen Paste verarbeitet mit Fleisch und Sauce vermischt.
In den Küstenregionen ist Reis ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Er wird oft mit einer Vielzahl von Gewürzen wie Nelken, Curry oder Zimt zubereitet.
Ugali, Reis oder Bananen werden meist mit einem Eintopf aus Rind-, Huhn- oder Ziegenfleisch zusammen mit Blattgemüse wie Spinat oder Mangold angerichtet.
In den Hotels werden sowohl einheimische als auch europäische Gerichte angeboten.
In Tansania sind neben den Fleischgerichten auch Hummer, Krabben, Thunfisch oder Hai und verschiedene tropische Früchte eine besondere Spezialität. Tansanischer Kaffee und Tee sind ausgezeichnet. Der Alkoholkonsum in Tansania ist gestattet und vor allem das einheimische Bier sollte auf jeden Fall probiert werden. Weitere Spezialitäten sind Konyagi (einheimischer Gin), Afrikoko (Likör mit Schokolade und Kokosnuss) und Dodoma Wein, der recht süß schmeckt und in Rot oder Rosé zu bekommen ist.
Kultur
Ist man in Tansania eingeladen, so wird meistens vor und nach dem Essen viel Zeit mit angeregter Konversation verbracht. Es gilt daher als äußerst unhöflich direkt nach dem Essen das Haus des Gastgebers zu verlassen. Ferner freut sich der Gastgeber über ein Geschenk.
Auch wenn mit Besteck gegessen wird, wird vor jeder Mahlzeit eine Schüssel mit Wasser zum Händewaschen herumgereicht. Die linke Hand nimmt man zum Essen jedoch nur zur Hilfe, wenn der Verzehr der Speise mit nur einer Hand zu umständlich wäre. Auf keinen Fall wird die linke Hand benutzt, um sich aus einer gemeinschaftlichen Schüssel zu bedienen oder um Speisen zum Mund zu führen. Denn sie gilt unter den Muslimen als unrein.
In manchen Familien in den Küstenregionen am Indischen Ozean oder in Städten an den Ufern der drei Seen (Njassasee, Tanganyikasee und Victoriasee) werden die Mahlzeiten im Sitzen auf geflochtenen Matten auf dem Fußboden eingenommen.
Business
Auf konkrete zeitliche Absprachen von afrikanischen Geschäftspartnern sollte man sich nicht verlassen. Als deutscher Geschäftspartner hingegen, ist es angebracht pünktlich sein.
Als Geschäftskleidung sind Sakko und Krawatte, Safarianzug oder Kleid und Kostüm oder Hosenanzug angemessen.
Üblicherweise werden Visitenkarten ausgetauscht.
Tabus
Militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen dürfen unter keinen Umständen fotografiert werden. Grundsätzlich sollte immer um Erlaubnis gefragt werden, wenn man jemanden fotografieren möchte.
Einsam gelegene Gegenden und Strände sollten wegen erhöhter Überfallgefahr gemieden werden. Mit Einbruch der Dunkelheit sollte man Überlandfahrten und Spaziergänge in Städten unterlassen.
Reisende sollten auf keinen Fall zu fremden Personen ins Auto steigen, man könnte ausgeraubt werden.
Sonstiges
Trinkgeld wird in Tansania im allgemeinen nicht erwartet.
Steht irgendwo ein Aschenbecher, ist das ein Zeichen, dass geraucht werden darf. In Kinos und öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht allerdings Rauchverbot.
Die Muslime verzichten auf Alkohol und Schweinefleisch.
In den ländlichen Gegenden essen Männer und Frauen üblicherweise voneinander getrennt.
Auf Sansibar sind 95 % der Bevölkerung Muslime. Daher sollte besonders dort darauf geachtet werden, sich nicht zu freizügig zu kleiden.


