Im Ausland wohnen: Studentenwohnheim oder privat?
An Studentenwohnheimen scheiden sich die Geister: die einen finden sie richtig klasse, weil man so günstig darin wohnen kann. Andere hingegen finden sie zu klein, zu dreckig und zu laut. Fakt ist jedoch, dass die Mieten auch in ausländischen Studentenwohnheimen meist um einiges geringer als auf dem privaten Wohnungsmarkt sind. Doch das Wohnen im Studentenwohnheim schont nicht nur den Geldbeutel, sondern es bringt noch eine Reihe weiterer Annehmlichkeiten mit sich.
Studentenwohnheim

An Studentenwohnheimen scheiden sich die Geister: die einen finden sie richtig klasse, weil man so günstig darin wohnen kann. Andere hingegen finden sie zu klein, zu dreckig und zu laut.
Fakt ist jedoch, dass die Mieten auch in ausländischen Studentenwohnheimen meist um einiges geringer als auf dem privaten Wohnungsmarkt sind. Doch das Wohnen im Studentenwohnheim schont nicht nur den Geldbeutel, sondern es bringt noch eine Reihe weiterer Annehmlichkeiten mit sich.
Zum einen findet man in einem Wohnheim sofort Anschluss unter Gleichgesinnten, was einem besonders in den ersten Wochen, in denen alles neu und ungewohnt ist, das Leben leichter macht. In einigen Wohnheimen herrscht ein enger Zusammenhalt mit gemeinsamen Videoabenden oder ähnlichen Aktionen.
Zum anderen fallen viele organisatorische Dinge durch das Leben in einem Wohnheim weg. Angefangen bei der Bewerbung für einen Platz im Wohnheim, die sich im Gegensatz zur herkömmlichen Wohnungssuche als relativ unkompliziert erweist. In der Regel reicht es aus, wenn man sich mit Hilfe von Online-Formularen, die man auf der jeweiligen Website herunterlädt, bewirbt. Persönlich muss man sich nicht vorstellen, was den Vorteil hat, dass man nicht extra hinreisen muss. Hinzu kommt, dass einem der Wohnheimplatz meist schon sicher ist bevor die Reise losgeht, so dass der Auslandsaufenthalt ganz relaxed und ohne eine hektische Wohnungssuche beginnen kann. Auch hinsichtlich Telefon- und Internetanschluss hat man es in einem Wohnheim leichter, da beides meistens bereits vorhanden ist.
Das Leben in einem Studentenwohnheim bringt jedoch auch etwas weniger angenehme Dinge mit sich. Häufig entsprechen die Hygienebedingungen nicht den eigenen Ansprüchen. Des weiteren werden Küche und Bad teilweise mit einer Reihe von anderen Leuten geteilt, was zur Folge hat, dass die Privatsphäre etwas eingeschränkt ist. Beklagt wird manchmal auch die Lautstärke in einem Wohnheim.
Wer in einem Wohnheim untergebracht ist, in dem ausschließlich internationale Studenten leben, hat es unter Umständen etwas schwieriger, die jeweilige Landessprache zu erlernen, da in diesen Wohnheimen viel Englisch gesprochen wird.
Privat wohnen

Wem das Leben in einem Studentenwohnheim nicht gefällt, der hat die Möglichkeit in einer Wohngemeinschaft oder allein in einer Wohnung zu leben. Für das Leben in einer WG sprechen mehrere Dinge. Meist zahlt man weniger Miete, da für gemeinsam genutzte Räume wie Bad, Küche und Flur auch gemeinsam gezahlt wird. Auch andere anfallende Kosten wie Telefon etc. kann man sich teilen.
Für Studenten, die ein Auslandssemester absolvieren, bietet eine Wohngemeinschaft weiterhin den Vorteil, dass sie schnell Kontakt zu jungen Leuten aus dem Land knüpfen können. So werden sie auch im alltäglichen Leben mit der jeweiligen Landessprache konfrontiert und haben dadurch gute Chancen, die Sprache zu erlernen. Zudem lernen sie das Zusammenleben in dem fremden Land kennen und können so interessante Einblicke in die jeweilige Kultur bekommen.
Doch das Wohnen in einer WG hat nicht nur Vorteile. Wenn die Chemie zwischen den Mitbewohnern nicht stimmt, kann es zu Konflikten kommen, die eine unangenehme Wohnsituation verursachen. Oft ist es nur der Streit um den Putzplan, der die Situation eskalieren lässt. Zudem gibt es Menschen, die für eine Wohngemeinschaft einfach nicht geschaffen sind und die daher lieber allein leben.
Die Wohnungssuche im Ausland kann sich manchmal schwierig erweisen. Zum einen können Sprachbarrieren auftreten, zum anderen kennt man den Wohnungsmarkt in dem Land nicht und muss sich erstmal orientieren. Am besten sucht man schon mal von zu Hause aus nach einem Zimmer. Das Durchforsten von Erfahrungsberichten kann dabei sehr hilfreich sein. In diesen Berichten schildern Studierende, die bereits im Ausland waren, ihre Erfahrungen, geben an wo sie gewohnt haben und wie sie die Wohnungssuche angegangen sind.
Weitere Hilfe findet man im Internet. Zum einen gibt es Tipps in zahlreichen Internet-Foren, in denen Studierende sich über das Erlebte austauschen. Zum anderen gibt es Websites auf denen man Wohnungsinserate für Wohnungen oder Zimmer im Ausland findet.


