Krankheiten im Ausland
Bevor man seine Reise ins Ausland startet, sollte man sich vorher über Krankheiten, die es im gewünschten Reiseland gibt, informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die Vorbeugung richtet sich nach Reiseziel, Aufenthaltsdauer, Reisestil, Jahreszeit und individuellen Bedürfnissen.
Eine gute Prophylaxe bedeutet Impfschutz und konsequente, persönliche Hygiene. Frisch zubereitete Nahrungsmittel und abgekochtes Wasser können vor tropischen Darminfektionen schützen. Aber auch die persönliche Hygiene ist entscheidend, um Erkrankungen wie z.B. Cholera oder Typhus zu vermeiden. Auf Eiswürfel in Kaltgetränken sollte verzichtet werden, da sie unsauber sein könnten. Vorsicht ist ebenso geboten bei Speiseeis, Meeresfrüchten oder Süßspeisen.
In Europa, oder den USA wird vor allem der Impfschutz für Hepatitis A und B empfohlen. Neben den Hepatitis Erkrankungen gibt es in Australien auch die Gefahr der Arbo-Viren. Das sind Viren, die während der Regenzeit durch Mücken übertragen werden können. Ebenso gibt es in Australien die Ross-River-Krankheit, die sich durch Fieber und Gelenkschmerzen äußert. Auch das grippeähnliche Dengue-Fieber ist in Australien verbreitet. Nicht zu unterschätzen ist die UV-Strahlung, die dort stärker als in Europa ist. Vor allem sehr hellhäutige Personen benötigen besonderen Hautschutz.
In China herrscht ein erhöhtes Tollwut Risiko. In Westafrika ist das Lassa-Fieber weit verbreitet. Das Lassa-Fieber ist eine Viruserkrankung mit inneren Blutungen, hervorgerufen durch mangelnde hygienische Bedingungen. In Mittel- und Südamerika tritt die Chagas-Krankheit auf. Eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten übertragen wird.
Die Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit. Es gibt vier verschiedene Malariaerreger, wovon die gefährlichste Form die Malaria tropica ist. Übertragen wird der Erreger durch die Anophelesmücken, die vorwiegend abends und nachts stechen. Eine Impfung gibt es bisher noch nicht. Daher ist die Vermeidung von Mückenstichen eine gute Prophylaxe, ebenso die vorbeugende Einnahme von Medikamenten. Bei frühzeitiger Diagnose ist jede Form der Malaria grundsätzlich heilbar.
Eine kleine Reiseapotheke sollte man sich vor der Abreise zusammenstellen. Mitnehmen sollte man: nicht-antibiotika-haltige Halstabletten, Nasentropfen, Elektrolyte in Pulverform, Medikamente gegen Durchfall und ein eigenes Fieberthermometer.


