Ein Konto im Ausland eröffnen- ist das nötig?
Ein Semester im Ausland ermöglicht Studierenden den Einblick in eine fremde Kultur sowie viele wertvolle Erfahrungen. Weit weg von Freunden und Familie- eine gute Chance, zu beweisen, dass man jede Situation ganz gut allein meistern kann. Doch gleich wie selbständig und unabhängig man ist, ohne das liebe Geld kann das Abenteuer ganz schnell vorbei sein.

Bevor man über eine Kontoeröffnung im Ausland nachdenkt, sollte man sich bei seiner inländischen Bank informieren, ob sie eigene Filialen oder Kooperationen zu einer anderen Bank in dem jeweiligen Land hat. Trifft dies zu, kann man mit seiner EC-Karte im Ausland kostenlos Geld abheben. So ist die Deutsche Bank beispielsweise auch in Italien und in Spanien vertreten. Wer also ein Konto bei der Deutschen Bank hat, kann seine Bankgeschäfte auch in diesen Ländern wie bisher führen.
Generell ist das Abheben von Geld im Ausland jedoch kostenpflichtig. Die Gebühr beträgt in der Regel pro Abhebungsvorgang zwischen drei und fünf Euro. Da viele Konten im Ausland jedoch kostenpflichtig sind, kann es sich unter Umständen lohnen, auf das Konto zu verzichten und einmal im Monat den benötigten Betrag abzuheben. Damit würde man sich den „Papierkram“, der mit der Eröffnung eines Kontos verbunden ist, ersparen. Allerdings sollte man sich dem Risiko bewusst sein, dass das Geld im Falle eines Diebstahls komplett weg ist. Zudem bietet es sich an, Überweisungen und sonstige anfallende Bankgeschäfte per Online-Banking zu erledigen.
Wer im Ausland arbeiten möchte, benötigt ein Konto vor Ort, da die Arbeitgeber in der Regel nicht auf ausländische Konten überweisen. Ein Konto im dem jeweiligen Land hat auch den Vorteil, dass man sich unabhängiger fühlen kann, da man spontaner Geld abheben kann. Gerade wenn man herum reist und das Land erkundet, geht einem schneller das Geld aus als einem lieb ist. Informationen zur Kontoeröffnung bekommt man in der Regel im International Office der Gast-Universität oder direkt bei der Bank. Manchmal können auch Erfahrungsberichte anderer Studenten, die bereits in dem jeweiligen Land waren, hilfreich sein. Dort findet man Tipps, welche Bank am günstigsten ist und wie gut die Geldautomaten verteilt sind.
Ein weiteres beliebtes Zahlungsmittel im Ausland ist die Kreditkarte. Jedoch fallen hierbei häufig hohe Zinsen an. Es gibt aber auch eine Kreditkarte speziell für Studenten- die Barclaycard. Bei dieser Kreditkarte können 59 Tage zwischen Kauf und Zahlung vergehen, ohne dass Zinsen anfallen. Die Vorteile einer Kreditkarte sind die Sicherheit und die Unabhängigkeit, die sie mit sich bringt. Man kann überall auf der Welt mit ihr bezahlen und zwar auch dann, wenn man gerade nicht „flüssig“ ist. Allerdings birgt eine Kreditkarte auch das Risiko einer Verschuldung und ist nur empfehlenswert für Leute, die mit Geld umgehen können.


