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Die Abreise ins Ungewisse

Wenn die Abreise kurz bevor steht, wird es ernst. Koffer, die grundsätzlich zu klein sind, müssen gepackt und die wichtigen Papiere zusammengesucht werden, damit das Abenteuer nicht schon vorbei ist, bevor es überhaupt angefangen hat. Aber das Wichtigste ist: Ruhe bewahren...

Der Abschied

Der Abschied von den Liebsten sollte sorgfältig vorbereitet werden. Besonders wichtig ist es, viele weiße Taschentücher zum Winken bereit zu halten. Notfalls können diese dann auch ein paar Tränchen trocknen. Denn auch wenn man sich vorgenommen hat, tapfer zu sein und beim Abschied zu lächeln, meistens kommt es doch anders, wenn man seine Freunde und seine Familie zum Abschied drückt. Die ganzen kleinen Abschiedsgeschenke, selbstgebastelte Foto-Collagen (Wie, um Himmelswillen, soll man die mitkriegen???), Oma Erna, die sich verstohlen die Tränen aus den Augenwinkeln wischt...

Sitzt man dann jedoch im Zug oder im Flugzeug Richtung zukünftiger neuer Heimat, weicht diese Wehmut meist relativ schnell der Aufregung. „Wie wird es dort wohl aussehen? Finde ich mich gleich zurecht? Hoffentlich finde ich auch Feunde dort. Sind meine Sprachkenntnisse ausreichend?“ All diese Gedanken schwirren einem durch den Kopf. Zwar total verständlich, aber unberechtigt. Klar findet man Freunde. Schließlich sitzen alle Austauschstudenten „im selben Boot“, denn alle sind neu und hoffen, schnell Anschluss zu finden. Außerdem geht man doch auch ins Ausland, um andere Menschen kennen zu lernen. Ob man sich zurecht finden wird? Sicherlich nicht auf Anhieb, aber zusammen mit anderen Austauschstudenten und einem Stadtplan ist es gar nicht so schwierig. Dass man sich ein paar Mal verläuft, gehört irgendwie auch dazu. Viele Gastuniversitäten bieten ein Mentorsystem an. Das bedeutet, dass jedem Austauschstudenten, wenn er es möchte, ein Mentor zugewiesen wird, der einem den Weg zur neuen Wohnung zeigt, die Uni vorstellt und alle möglichen Fragen beantwortet. Dieser Mentor ist in der Regel ein "einheimischer" Student, der sich gut in seiner Stadt und an seiner Universität auskennt. Damit man sich in dem neuen Land verständigen kann, sollten natürlich Sprachkenntnisse vorhanden sein. Vor allem in Englisch sollte man einigermaßen fit sein, da unter Austauschstudenten viel Englisch gesprochen wird. Ansonsten gilt: learning by doing und Verständigung mit Händen und Füßen. Wenn es dann immer noch nicht klappen sollte, greift man entweder zum Wörterbuch oder man versucht, sich einem anderem Gesprächspartner mitzuteilen.

Auch von der Gastuniversität wird man in der Regel super aufgenommen und die Mitarbeiter des „International Office“ stehen einem mit Rat und Tat zur Seite. Man muss sich also gar keine Sorgen machen, dass man sich allein durch den anfänglichen Dschungel kämpfen muss. Wenn man sich dies nach der ersten Panikattacke klar gemacht hat, kann man sich ganz gemütlich in seinem Sitz zurücklehnen und alles auf sich zukommen lassen.

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