Lehrer im Ausland
Viele Menschen würden gern im Ausland leben oder einige Zeit dort verbringen - auch Lehrkräfte aus Deutschland. Wie Lehrer in deutschen Schulen und anderen Einrichtungen im Ausland ein gesichertes Arbeitsverhältnis erlangen können und wer sie dabei unterstützt finden Sie hier.
Lehrer im Ausland
Das Bundesverwaltungsamt bietet deutschen oder deutschsprachigen Lehrern die Möglichkeit, ihren Beruf auch im Ausland auszuüben: An weltweit 132 deutschen Schulen und weiteren rund 600 von der Bundesrepublik geförderten Sprachdiplomschulen können Lehrkräfte so eine erfahrungsreiche Zeit im Ausland verbringen.
Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut die Schulen im Ausland und hat dort momentan ca. 1.900 Auslandsdienstkräfte, Programmlehrkräfte und Fachberater im Einsatz. Sie werden während ihres Auslandsaufenthaltes umfassend von der ZfA betreut und unterstützt.
Das Anliegen der ZfA ist es, die deutsche Sprache im Ausland zu verbreiten und zu fördern, Interesse für Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken und langfristige Beziehungen zu Deutschland aufzubauen. Um diese Ziele zu erreichen, betreuen rund 100 Mitarbeiter/innen aus Deutschland die deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland. Neben der Klärung organisatorischer, pädagogischer, verwaltungstechnischer etc. Anliegen fördert die ZfA ihre Auslandslehrkräfte auch finanziell.
Auslandsdienstlehrkraft (ADLK)
Auslandsdienstlehrkräfte sind beurlaubte Lehrkräfte, die ohne Fortzahlung der Dienstbezüge von der zuständigen Landesbehörde ausgewählt und von der ZfA vermittelt werden. Als ADLK können sich Lehrkräfte aus dem Inlandsschuldienst bewerben, die das zweite Staatsexamen absolviert und mindestens drei Jahre im Schuldienst verbracht haben. Die besten Chancen auf eine Stelle im Ausland haben Lehrkräfte mit einer Fächerkombination Deutsch / moderne Fremdsprache oder Mathematik / Naturwissenschaft. Außerdem werden vor allem Oberstufenlehrer gesucht.
Bundesprogrammlehrkraft (BPLK)
Auch Lehrkräfte ohne feste Anstellung im Schuldienst können als Lehrer im Ausland arbeiten, nämlich als BPLK. Im Unterschied zur ADLK ist es diesen Kräften möglich, unmittelbar nach dem Referendariat einzusteigen, allerdings sind hier die Arbeitsangebote nicht auf den gesamten Globus verteilt. Das zweite Staatsexamen ist auch hier Voraussetzung.
Ortskraft (OK)
Anders als ADLK und BPLK, die staatlich gefördert werden, werden Ortskräfte im Ausland von den Schulen direkt bezahlt. Hier sind neben Oberstufenlehrern auch Unter- und Mittelstufenlehrer gefragt.
Bewerbung als Lehrer im Ausland
Wenn die Entscheidung steht, ob man sich als Ortskraft, Bundesprogrammlehrkraft oder Auslandsdienstlehrkraft bewerben möchte, wird ein Bewerberbogen ausgefüllt. Die Daten der Bewerber werden weltweit Schulleitern zur Verfügung gestellt, die sich die erwünschten Fächerkombinationen und Bewerber heraussuchen können. Der Bewerber selbst wird dann von dem Schulleiter ausgewählt und kann sich entscheiden, ob er das Angebot annehmen möchte oder nicht. Die Schulen sind durch die ZfA in geographische Bereiche unterteilt, von denen man sich zwei aussuchen kann, aus denen man keine Angebote bekommen möchte. Weitere Informationen und die Bewerberbögen finden Sie unter www.auslandsschulwesen.de.
Von Anette Mertens


