11,8% weniger Auszubildende in Sachsen-Anhalt 2010
Das Bundesland Sachsen-Anhalt gehörte ehemals zur DDR und gehört seit der Wiedervereinigung zu den 16 Gliedstaaten der BRD. Die Landeshauptstadt ist Magdeburg. Sachsen-Anhalt verfügt über eine Fläche von 20.446,31 km² und hat 2.337.000 Einwohner (Stand: 30.11.2010). Die derzeitige Arbeitslosenquote ist mit 11,9% (April 2011) sehr hoch. In Hinblick auf den Ausbildungsmarkt hat das Statistische Bundesamt eine Erhebung am 31.12.2010 durchgeführt. Dabei wurde unter anderem die Anzahl der Auszubildenden des Landes ermittelt.
Am genannten Stichtag hat das Statistische Bundesamt insgesamt 39900 Auszubildende erfasst. Im direkten Vergleich zu den Auszubildendenzahlen von 2009, macht sich hier ein Rückgang an Auszubilden von 11,8% deutlich. Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt kennzeichnet sich hauptsächlich durch die Chemie-und Erdölindustrie. Vor allem das Gebiet um Halle (Saale) bildet mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine Schwerpunktregion (Chemiedreieck Leuna). Dazu stellt der Standort Magdeburg auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Traditionell galt der Bergbau in diesem Bundesland als die wichtigste Komponente. Heute sind noch ca. 6000 Menschen in dem Sektor beschäftigt.
Zurzeit ist der Dienstleistungszweig sowie neue Industrien wie Automotive, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien, Holz, nachwachsende Rohstoffe, Windenergie, Photovoltaik und der Tourismus vorherrschend in der Wirtschaft. Neben den Erhebungen zu den Auszubildendenzahlen, hat das Statistische Bundesamt auch die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge untersucht. Insgesamt wurden 2010 in Sachsen-Anhalt 13100 neue Ausbildungsverträge unterschrieben. Das macht im Vergleich zum Vorjahr einen Unterschied von 11% weniger neuen Ausbildungsverträgen aus.

