Abnahme der Auszubildenden um 3,3 Prozent im Saarland 2010
Das Bundesland Saarland liegt im Südwesten der BRD und bildet zusammen mit Lothringen, dem Großherzogtum Luxemburg, Rheinland-Pfalz sowie der belgischen Region Wallonien die Großregion Saar-Lor-Lux. Die Landeshauptstadt vom Saarland ist Saarbrücken. Das Bundesland verfügt über eine Fläche von 2.568,70 km² und hat 1.018.000 Einwohner (Stand: 30.11.2010). Die derzeitige Arbeitslosenquote liegt bei 7% (April 2011). In Hinblick auf den Ausbildungsmarkt hat das Statistische Bundesamt eine Erhebung am 31.12.2010 durchgeführt. Dabei wurde unter anderem die Anzahl der Auszubildenden des Landes ermittelt.
Zum besagten Stichtag wurden insgesamt 20800 Auszubildende registriert. Im Vergleich zu 2009 stellt die Zahl, prozentual betrachtet, einen Rückgang an Auszubildenden von 3,3% dar. Im Bereich der Ausbildungsplatzvermittlung belegt das Saarland mit einem Plus von 4 Prozentpunkten den ersten Platz. Jedes Jahr findet nämlich ein Dynamikranking der deutschen Bundesländer, im Rahmen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, statt. Das Angebot an offenen Ausbildungsstellen ist von 2004 bis 2006 überdurchschnittlich stark angestiegen. Der tragendste Wirtschaftszweig im Saarland ist die Automobilindustrie wie Ford in Sarlouis und die Automobil-Zuliefererindustrie mit Bosch, INA und Michelin in Homburg. Auch die Stahlindustrie spielt eine wichtige Rolle. Die bedeutendsten Stahlunternehmen werden durch die Saarstahl AG und der AG der Dillinger Hüttenwerke vertreten.
Darüber hinaus war früher der Steinkohlenbergbau ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, von dem heute nur noch das Bergwerk Saar der RAG im aktiven Betrieb ist. Außerdem ist die Keramikindustrie mit Villeroy & Boch im Saarland beheimatet und die Informatik- sowie Informationsindustrie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das Statistische Bundesamt hat neben der Auszubildendenzahl noch Analysen zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen durchgeführt. Insgesamt wurden 2010 7800 Ausbildungsverträge unterschrieben. Im Gegensatz zu 2009 stellt dies eine Abnahme von 4,6% dar.

