Abnahme der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Berlin 2010
Der Stadtstaat Berlin ist sowohl Bundeshauptstadt als auch Regierungssitz Deutschlands. Berlin stellt das Zentrum der Region Berlin/Brandenburg dar und weist eine Fläche von 891,85 km² auf. Sie ist damit die flächengrößte Stadt der Bundesrepublik Deutschlands und mit 3.459.218 Einwohnern auch die bevölkerungsreichste. Am 8. Mai 1945 wurde die Stadt durch die Besetzung der roten Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht nach den Londoner Protokollen in vier Teile aufgespalten.
Der westliche Sektor Berlins wurde durch die Westallierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich), das östliche Gebiet durch die Sowjetunion eingenommen. 1949 wurde dann die Bundesrepublik Deutschland sowie die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet, wodurch der kalte Krieg verschlimmert wurde. Die DDR veranlasste 1961 den Bau der Berliner Mauer. Erst als sich 1989 in der DDR ein Wandlungsprozess vollzog, wurde die Mauer geöffnet. Das hatte 1990 zur Konsequenz, dass beide Staaten eine Wiedervereinigung zur Bundesrepublik Deutschland erfuhren.
Hinsichtlich der aktuellen Ausbildungssituation hat das Statistische Bundesamt für das Jahr 2010 19000 Ausbildungsverträge, die neu abgeschlossen worden sind, verzeichnet. Im Vergleich zu 2009 stellt diese Zahl einen Rückgang von 2,4% dar. Die Arbeitslosenzahl Berlins ist mit 13,9% überdurchschnittlich hoch. Momentan werden vor allem in der Kreativ- und Kulturwirtschaft, im Tourismus, in der Biotechnologie, Medizintechnik, pharmazeutischen Industrie, Medien/Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehrssystemtechnik, Optik und Energietechnik neue Kräfte benötigt.
Des Weiteren wurden durch das Statistische Bundesamt am 31.12.2010 49400 Auszubildende für Berlin ermittelt. Prozentual betrachtet stellt das eine Abnahme von 5,6% Auszubildenden dar.

