Fachhochschulen
Seitenweise Theorie büffeln, ohne eigentlich zu wissen, wofür – Nicht so beim Studium an einer Fachhochschule. FHs locken mit anwendungsorientierten Studiengängen auf wissenschaftlicher Grundlage und entsprechen damit dem Wunsch vieler junger Menschen nach einer Ausbildung, die auch Praxis beruht und durch Theorie ergänzt wird.
Die Angebote an FHs sind breit gefächert. Es gibt natur- und sozialwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, technische und künstlerische Studiengänge. Im Prinzip also die gleichen Bereiche, die man auch an einer Universität studieren kann, jedoch mit anderen Schwerpunkten.
Der Aufbau eines FH-Studiums ähnelt dem in der Schule. Die Studenten sind in Klassen eingeteilt, und besuchen gemeinsam Pflichtvorlesungen, bei denen man in der Regel nur zwei Mal im Semester fehlen darf.
Da Fachhochschulen kein Promotions- und Habilitationsrecht besitzen, kooperieren sie zu diesem Zweck mit Universitäten.
Das besondere Konzept der Fachhochschulen entwickelte sich erst in den 1960/1970 Jahren; der Zeit also, in der die veraltete Struktur von Schule und Studium vor allem von jungen Menschen gründlich in Frage gestellt wurde. Aus diesem Wunsch nach Reformen entstand die Fachhochschule. Heute gehört sie als Lehrinstitution längst zum Standard in Deutschland und erfreut sich eines starken Andrangs.
Besondere Formen der Fachhochschulen in Deutschland sind die Fernfachhochschule und die Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung, die so genannten Beamten-Fachhochschulen, die einzig für die gehobene Beamtenlaufbahnen ausbilden.

