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Berufsausbildung zur Bankkauffrau bei der HypoVereinsbank AG in München

Nach meinem Realschulabschluss absolvierte ich eine Berufsausbildung zur Bankkauffrau bei der HypoVereinsbank AG in München. Die Ausbildung dauerte 2 ½ Jahre. Jeder Auszubildende wurde zunächst für einen bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Filiale bzw. Abteilung eingesetzt. Dies konnte beispielsweise die Vermögenskunden- bzw. Privatkundenabteilung oder aber auch Kredit-, Service- und Firmenkundenabteilung sein. Während der Ausbildung wechselte man innerhalb zwei Jahre die wichtigsten Abteilungen. Nach diesen zwei Jahren musste man sich für einen bestimmten Bereich spezialisieren. Man konnte nicht nur zwischen den bisherigen Abteilungen wählen, in denen man bereits eingesetzt worden war, sondern man konnte auch in interne Abteilungen gehen (z. B. Auslandsabteilung).

Foto: Hypovereinsbank - Verwaltungsgebäude München
Foto: Hypovereinsbank - Verwaltungsgebäude München

In den ersten zwei Jahren der Berufsausbildung waren manche Auszubildende in der Berufsschule, wobei andere wiederum in der gleichen Zeit in der Filiale tätig waren. Anschließend waren nun die Auszubildende in der Berufsschule, die zunächst in der Filiale tätig waren, und diejenigen, die in der gleichen Zeit in der Berufsschule waren wie diejenigen in der Filiale wurden nun in der Filiale eingesetzt. Wir hatten in den ersten zwei Jahren einen 4-Wochen-Blockunterricht. Weil wir im Herbst 2001 unsere Ausbildung begannen und die Währungsumstellung von DM zu Euro bevorstand, hatten wir einmal den 4-Wochen-Blockunterricht in zwei Mal zwei Wochen getrennt. Im letzten halben Ausbildungsjahr hatten wir nur noch einen Tag in der Woche Berufsschule, in der wir die wichtigsten Themengebiete aus den letzten vorangegangen Lehrjahren für die bevorstehende Prüfung wiederholten. In der Berufsschule erlernten wir die Grundlagen des Bank-, Geldanlage- und Kreditgeschäfts, der Wirtschafts- und Sozialkunde, der Religion und Kontoführung, wie man richtig Bewerbungen schreibt und Arbeitszeugnisse liest.

Neben der Schule und der Tätigkeit in der Filiale hatten wir auch ganztägige Seminare über bestimmte Themen (z. B. Geldanlage, Kreditgeschäft). Die Seminare waren sehr locker und oftmals konnten wir entweder in Gruppen oder alleine einen Vortrag zu einem Thema halten. Es gab nicht nur Vorträge, sondern auch Diskussionsthemen und Fallbeispiele, die wir bearbeiten mussten.

Am Ende der Ausbildung gab es sowohl die schriftliche als auch die mündliche Abschlussprüfung. Die schriftliche Abschlussprüfung stellte Fragen (z. B. in Form von Multiple Choice) zu Themen der Wirtschafts- und Sozialkunde, Rechnungswesen, Geldanlage- und Kreditgeschäft. Bei der mündlichen Abschlussprüfung musste jeder ein Kundengespräch führen. Dies führten wir in der Berufsschule für Bankkaufleute in München. Hier war ein Lehrer der Berufsschule und mindestens 2 weitere Prüfer von der IHK – oftmals von anderen Banken – bei der mündlichen Abschlussprüfung dabei. Man konnte zwischen zwei unterschiedlichen Themen auswählen (z. B. Nachlass oder Baufinanzierung). Anschließend hatte man eine bestimte Zeitvorgabe, in der man sich für das Kundengespräch vorbereiten konnte und das Kundengespräch dauerte meistens ca. 20 Minuten. Nachdem die Prüfer den Prüfling zum Warten hinausgeschickt worden ist, diskutierten sie über das Kundengespräch und ob der Prüfling sowohl die schriftliche als auch die mündliche Abschlussprüfung bestanden hat. Danach holten die Prüfer ihn wieder herein und teilten ihm das Ergebnis mit. Sofern der Prüfling bestanden hatte, musste er seine Bücher von der Berufsschule im Sekretariat abgeben und der Rektor übergab dem Prüfling ein Buch über München.

Sofern der Bankkaufmann bzw. -frau erfolgreich die Abschlussprüfung gemeistert hatte, wurde er entweder von der eigenen Bank bzw. Tochtergesellschaft übernommen oder er ging seine eigenen Wege (z. B. Ausland).

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