Die erste Woche in der Ausbildung – Erfahrungen und Eindrücke
Es ist wieder soweit: Anfang August ist die Zeit, in der für viele der Ernst des Lebens beginnt. Die Schulzeit ist vorbei und das Arbeitsleben kommt. Am 1.8.2007 haben über eine Millionen Schulabgänger in Deutschland eine Ausbildung begonnen. Auch die 19-jährige Katharina gehört dazu. Sie macht bei Stellenboersen.de eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen der ersten Woche.
Wie hast du dich auf deine Ausbildung bei Stellenboersen.de vorbereitet? Zunächst hab ich mich mental auf das Ende der Schulzeit und den Anfang meines Arbeitslebens vorbereitet. Außerdem hatte ich bereits ein einwöchiges Probepraktikum im Unternehmen absolviert und bin bis zu Ausbildungsantritt einmal wöchentlich für zwei Stunden ins Büro gekommen. Somit kannte ich die Mitarbeiter bereits, die mir alle auf Anhieb sympathisch waren, und war auch schon in meinen Tätigkeitsbereich eingewiesen.
Wie war dein erster Arbeitstag? Die Arbeit hat zwar noch genau so viel Spaß gemacht wie während der Probearbeiten, am Ende des Tages war ich jedoch trotzdem depressiv. Der Grund war, dass ich mir nicht mehr sicher über meine berufliche Zukunft war. Mir gingen einige Fragen durch den Kopf. Ist diese Ausbildung das, was ich wirklich machen möchte? Kann ich das so lange durchstehen? Der Gedanke, acht Stunden am Tag, für die nächsten drei Jahre arbeiten zu müssen, war erschreckend. Mir wurde bewusst, dass die Schulzeit tatsächlich vorbei war und ich nur noch wenig Freizeit haben würde. Dabei hatte ich zusätzlich noch die Angst vor Überstunden im Hinterkopf.
Wie bist du mit der Situation umgegangen? Noch am gleichen Abend hat mir eine Tafel Schokolade geholfen. Am nächsten Tag ging dann alles schon viel besser. Ich habe erneut gemerkt, wie sehr mir die Arbeit Spaß macht und wie nett die Mitarbeiter sind. Am dritten Tag habe ich dann meine Aufgabenliste komplett abgearbeitet und mein Chef gab mir früher Feierabend. Das war für mich ein Erfolgserlebnis und meine anfänglichen Zweifel waren verflogen.
Was waren deine Aufgaben in der ersten Woche? Ich hatte die unterschiedlichsten Aufgaben. Ich habe den Emaileingang bearbeitet, Pressemitteilungen ins Internet gestellt, online Dateien angelegt und Telefonate angenommen. Aber auch solche Aufgaben, wie Papiere in den Keller tragen oder Getränke einkaufen, habe ich erledigt. Außerdem habe ich ein Bewerbungsgespräch geführt, was eine tolle Erfahrung war. Abends war ich immer total kaputt. Am Ende der Woche bin ich schon um 21 Uhr müde ins Bett gefallen. Aber am 30. August geht die Schule los, dann arbeite ich nur noch drei Tage in der Woche und gehe zwei Tage lernen.
Wie war denn Stellenboersen.de mit dir zufrieden? Einmal die Woche gibt es ein Feedbackgespräch, in dem alle Mitarbeiter, Praktikanten und ich als Auszubildende zum Verlauf der Woche befragt werden. Dabei habe ich meist Negatives von meinem Chef gehört. Aber dafür lobt er mich oft zwischendurch. Letztens meinte er, ich sei eine große Entlastung für ihn. Ein besseres Lob kann man eigentlich nicht bekommen. Außerdem wurden wir kürzlich alle als Dank für unsere gute Mitarbeit zum Essen eingeladen.
Und was ist dein Fazit der ersten Woche in der Ausbildung? Nachdem anfangs viel auf einmal zu erledigen war und ich Schwierigkeiten mit der Koordination der Aufgaben hatte, habe ich mich langsam eingefunden. Dass ich jetzt weniger Freizeit habe als zuvor, ist mir auch bewusst. Meine Freunde sind vor ein paar Tagen alle zusammen ins Kino gegangen – ohne mich. Da dachte ich mir schon: „Blödes Berufsleben!“ Wie es weiter verläuft wird sich noch zeigen. Nach einer Woche ist es noch schwer einzuschätzen. Aber die Arbeit macht mir auf jeden Fall Spaß und ich freue mich auf die Zeit, die kommt.
Von Sarah Czuratis

