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Lebenslauf und Lichtbild

Der Lebenslauf

Nach dem Anschreiben folgt immer der Lebenslauf. Neben dem Bewerbungsschreiben kann auch der Lebenslauf des Bewerbers mitentscheidend sein. Denn einer Umfrage zufolge wählen 90% aller Chefs die Bewerber anhand ihrer Vita aus! Somit sollte auch der Lebenslauf gut durchdacht und klar strukturiert sein.

Feststeht: Den „perfekten“ Lebenslauf gibt es nicht. Genausowenig wie ein Patentrezept für Vita. Denn über die Inhalte sind sich selbst Bewerbungsexperten nicht einig. Welche Angaben sind relevant? - Interessiert zum Beispiel der Beruf des Vaters beziehungsweise der Mutter? Oder sollten auch Hobbys aufgeführt werden? Fragen, auf die jeder Bewerber eine passende Antwort finden muss. In jedem Fall sollte auch der Lebenslauf an die ausgeschriebene Stelle angepasst und auf die beruflichen Anforderungen abgestimmt werden.

Unser Tipp: Verwendet Fachausdrücke der Branche und vermerkt Hobbys nur dann, wenn sie zum Ausbildungsplatz passen – als Auszubildener im Buchhandel könnte man zum Beispiel Lesen angeben.

Prinzipiell sollte ein Curriculum Vitae die wichtigsten Stationen im Leben eines Bewerbers beinhalten. Wobei die einzelnen Unterpunkte chronologisch (oder anti-chronologisch) angeordnet sein sollten. Die gesamte Auflistung sollte allerdings nicht länger als zwei Seiten sein. Und wem das noch nicht ausreicht, der bekommt auf einer zusätzlichen „dritten Seite“ die Gelegenheit, seine Person, seine Motivation und seine fachlichen wie sozialen Kompetenzen pointiert und prägnant zusammenzufassen.

Der Lebenslauf sollte grafisch ansprechend und übersichtlich gestaltet sein. Dementsprechend sollten Bewerberinnen und Bewerber großen Wert auf ein gelungenes Layout legen. Doch auch hier sollten einige formale Dinge berücksichtigt werden:

  • Lichtbild auf der ersten Seite oben rechts aufkleben
  • pro Seite maximal 30 Zeilen
  • Überschrift (z.B. Lebenslauf, Werdegang oder Curriculum Vitae)
  • Gliederungsebenen visuell hervorheben (Fettdruck, größere Schrift)
  • klassischen Schrifttyp verwenden (z.B. Times New Roman)
  • Zeilenabstand 1 und Schriftgröße 12
  • ganze Monate und Jahre angeben (z.B. 4/1998 – 6/2002)
  • zum Schluss Ort, Datum und handschriftliche Unterschrift

Inhaltlich sollte der Lebenslauf wie folgt aufgebaut sein:

  • Persönliche Daten (Vor- und Nachname, Adresse, Geburtsdatum und -ort, Familienstand)
  • Schulbildung (Schultypen und Abschlüsse)
  • praktische Erfahrungen (z.B. Praktika, Nebenjobs, zusätzliche Kurse oder Seminare)
  • Berufserfahrungen (wenn vorhanden)
  • Besondere Kenntnisse (Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Führerschein etc.)
  • Hobbys, Interessen (optional! - z.B. Sport, Vereinstätigkeiten)
  • Zusätzliche Informationen (Auslandsaufenthalte)

Das Lichtbild

Das Lichtbild beziehungsweise das Bewerbungsfoto sollte den Lebenslauf ergänzen. Damit sich der zuständige Personaler gleich ein Bild von dem Bewerber machen kann, wird das Foto in der Regel auf die erste Seite des Lebenslaufs geklebt – am besten in die obere rechte Ecke.

Das Bild darf nicht zu klein sein – schließlich solltet Ihr Euch auch visuell möglichst vorteilhaft präsentieren. Ein normales Passfoto ist daher nicht empfehlenswert! Stattdessen solltet Ihr bei Eurem Fotografen des Vertrauens spezielle Bewerbungsfotos machen lassen – ob Farbfoto oder Schwarz-Weiß-Bild bleibt Euch überlassen. Hauptsache, das Foto hinterlässt einen seriösen und sympathischen Eindruck!

In den USA, Großbritannien und einigen anderen europäischen Ländern werden Bewerbungen grundsätzlich keine Lichtbilder beigefügt. Denn man will die Bewerber ausschließlich nach Ihren Qualifikationen und nicht nach ihrem Aussehen beurteilen und auswählen. In Deutschland sieht man das etwas anders. Hier möchte man „ein Bild vor Augen haben“ und dem Bewerber auch ein Gesicht zuordnen können.

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