0,2 Prozent weniger Ausbildungsverträge in Industrie und Handel für 2010
Das Statistische Bundesamt Deutschland hat für das Jahr 2010 Daten erhoben, welche die wirtschaftliche Lage auf dem Ausbildungsmarkt wiederspiegeln. Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel wurden für das genannte Jahr 331 700 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Berufe im Bank- und Versicherungswesen. Der Vergleich dieser Zahl mit den Daten aus dem Jahr 2009 lässt auf eine Verringerung der Ausbildungsvertragsabschlüsse von 0,2 % schließen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts gab es zum Zeitpunkt des 31.12.2010 872 600 Auszubildende im Berufsfeld der Industrie und des Handels. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 4,0% weniger.
Wichtige Industriezweige sind zum Beispiel die Schwerindustrie, Metallindustrie, chemische Industrie oder Konsumgüterindustrie. In der Metallindustrie können Auszubildende ihre Berufsausbildung beispielsweise in Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, Kleineisenindustrie, im Bereich Maschinenbau absolvieren. Darüber hinaus gibt es im kaufmännischen- und im Fertigungsbereich zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Beliebte Arbeitgeber sind Firmen aus dem Fahrzeugbau wie der Automobilindustrie oder der Automobilzulieferer. Die Luft- und Raumfahrtindustrie beschäftigt sich vorrangig mit dem Bau von Flugzeugen bzw. Luftfahrzeugen aber auch mit deren Zulieferung. Tätigkeiten im technischen Bereich sind oft in Ingieneurswissenschaften verankert. Außerdem wird in diesem Berufsfeld viel geforscht, um beispielsweise die Umweltverträglichkeit der Flugzeuge oder den Komfort für Passagiere zu verbessern.
Bei Jugendlichen sind oft besonders Unternehmen als Ausbildungsbetrieb beliebt mit deren Produkten sie sich identifizieren können. Dies sind unter anderem Ausbildungsbetriebe aus der Konsumgüterindustrie wie zum Beispiel der Textilindustrie und Bekleidungsindustrie.

