Höchster Rückgang von Auszubildenden der Hauswirtschaft in 2010
10,8 % weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge hat das Statistische Bundesamt für den Ausbildungssektor der Hauswirtschaft verkünden lassen. Laut dieser Erhebungsdaten wurden 2010 lediglich 3 500 Verträge zwischen Arbeitgeber und Azubildenden abgeschlossen. Weiterhin wurden am 31.12.2010 nur 10 000 Auszubildende ermittelt. Gegenüber 2009 bedeutet das einen Rückgang der Auszubildende im Bereich Hauswirtschaft von 6,9 %.
Zu den hauswirtschaftlichen Berufen zählen Diplom-Ökotrophologe/in, Staatlich geprüfte/r Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in (HBL), Meister/in der Hauswirtschaft, Staatlich geprüfte/r Assistent/in der Hauswirtschaft, Staatlich geprüfte/r Fachhauswirtschafter/in (FHW), Dorfhelfer/in, Hauswirtschafter/in (Schweiz: Fachfrau/ Fachmann Hauswirtschaft) und Hauswirtschaftshelfer/in (Schweiz: Hauswirtschaftpraktikerin/ Hauswirtschaftspraktiker). Während der Beruf des Diplom-Ökotrophologen keine Ausbildung, sondern einen Studiengang darstellt, ist der der Hauswirtschafter ein Ausbildungsberuf. Voraussetzung für diese Qualifikation ist der Hauptschulabschluss. Weiterhin sollten Interessierte, Spaß an praktischen Tätigkeiten sowie am Umgang mit Menschen haben. Organisationstalent und Kreativität wären von Vorteil. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird dual durchgeführt. Das erste Jahr findet an der Berufsfachschule statt, in der Basiswissen erlangt wird. Im zweiten und dritten Jahr sammeln Auszubildende Erfahrungen in Betrieben und Einrichtungen für beispielsweise Kinder, Jugendliche oder Senioren. Nach dem Abschluss der Ausbildung können Hauswirtschafter in Privat- oder Großbetrieben beschäftigt werden. Es besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung. Die nächsthöheren Berufe stellen Dorfhelfer und Fachhauswirtschafter dar.

