Besonderheiten der BA
Die Berufsakademie weist im Vergleich zu einer Fachhochschule und einer Universität den höchsten Praxisanteil auf. Rund 50 Prozent des Studiums finden in einem Unternehmen statt, mit dem der Student einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hat. Daher sind es auch die Firmen, die neue BA-Studenten auswählen dürfen, und nicht die Berufsakademien selbst.
So werden bei der Auswahl nicht nur die schulischen Leistungen genau unter die Lupe genommen, sondern vor allen auch die Teamfähigkeit und Motivation des Bewerbers. Dementsprechend ist es auch ziemlich schwierig, einen Platz als BA-Student zu bekommen, vor allem da die Nachfrage das Angebot weitaus übersteigt. Wer bei einem Unternehmen eine Stelle als BA-Student erhalten hat, besitzt damit automatisch einen Platz in einer Berufsakademie.
Mit Berufsakademien verhält es sich ähnlich wie mit Berufsschulen. Mehrere Studenten verschiedener Betriebe werden im Klassenverband gemeinsam ausgebildet. Der Unterricht erfolgt dabei in Blöcken. Die Semester sind in dreimonatige Theorie- und Praxisphasen gegliedert, die an den Berufsakademien beziehungsweise in den Firmen stattfinden.
Je nach Betrieb sind dabei auch Auslandsaufenthalte möglich. Die gesamte Ausbildung schließt nach drei Jahren mit einer Abschlussarbeit ab, die mit dem Unternehmen und der BA abgesprochen wird. Während der gesamten Lehrzeit werden die BA-Studenten finanziell entlohnt.
Absolventen einer BA erhalten die Abschlussbezeichnung „Diplom (BA)“ oder auch „Bachelor“, da auch innerhalb der Berufsakademien der Trend entstanden ist, auf den europaweit anerkannten Bachelorabschluss umzustellen. Neben dem finanziellen Aspekt haben BA-Studenten den Vorteil, dass sie häufig auch vom ausbildenden Betrieb nach Abschluss der BA übernommen werden, beziehungsweise, wenn sie einen Wechsel wünschen, häufig sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
Ein BA-Studium ist jedoch nichts für Studenten, die gerne neben dem Studium noch viele andere Dinge machen und die langen Ferien genießen möchten. Ein BA-Student hat lediglich, je nach Unternehmen, 20 bis 31 Tage Urlaub im Jahr, und zahlreiche Prüfungen, die am Ende eines Schulblockes mit möglichst guten Noten bestanden werden sollten.

