Der Einstellungstest
Wer heutzutage eine Berufsausbildung machen möchte, muss bereits im Vorfeld einige Hürden überwinden. Denn selbst wenn der Bewerber oder die Bewerberin durch eine ansprechende und interessante Bewerbung auf sich aufmerksam gemacht hat und die erste Auswahlrunde erfolgreich übersteht, ist der Ausbildungsplatz noch lange nicht sicher! Den potenziellen Azubis steht mindestens noch ein Vorstellungsgespräch bevor, in dem die Bewerber/innen den Chef beziehungsweise den zuständigen Personaler davon überzeugen müssen, dass sie der oder die Richtige für diese Ausbildungsstelle sind.
Doch den meisten Unternehmen reicht dieses Gespräch nicht mehr aus – viele ausbildende Betriebe laden diejenigen, die es in die zweite Runde geschafft haben, zu einem Einstellungs- beziehungsweise Eignungstest ein, um deren Wissen und deren Fähigkeiten abzufragen. Den Standard-Einstellungstest gibt es (leider) nicht. Somit sind die zu absolvierenden Tests von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich und mitunter auch vom Ausbildungsberuf abhängig.
In den meisten Fällen werden zunächst die (Schul-)Kenntnisse der Bewerber getestet. So werden neben der deutschen Rechtschreibung und Grammatik auch die mathematischen Kenntnisse (Grundrechenarten etc.) abgefragt. Zudem wird häufig das Allgemeinwissen – vor allem Fragen aus den Bereichen Geschichte, Politik und Geografie – getestet. Unser Tipp: Im Bereich der allgemeinen Kenntnisprüfung kann man sich gezielt vorbereiten!
In vielen Unternehmen werden aber auch psychologische Tests durchgeführt. Wobei man hier zwischen Leistungs- und Selbsteinschätzungstest unterscheiden muss. Grundsätzlich geht es bei diesen Testverfahren darum, herauszufinden, ob der Bewerber oder die Bewerberin für die ausgeschriebene Lehrstelle geeignet ist oder nicht.
Beim Leistungstest müssen die Testpersonen in verschiedensten Aufgaben ihr logisches Denk- und räumliches Vorstellungsvermögen, ihre Merk- und Konzentrationsfähigkeit sowie ihr Sprach- und Technikverständnis unter Beweis stellen.
Der Selbsteinschätzungstest wird meistens mit Hilfe von Fragebögen durchgeführt, die von den Bewerbern ausgefüllt werden müssen. An den jeweils angekreuzten Antworten will man dann ablesen, welche positiven oder auch negativen Persönlichkeitsmerkmale und Charakterzüge die Bewerber haben. So wollen ausbildende Betriebe genau diejenigen Bewerber ausfindig machen, die am besten in das Unternehmen passen würde.
Nur wer diese oft mehrstündigen Auswahltests meistert und den Erwartungen der Firmen am ehesten entspricht, wird zu einem abschließenden Vorstellungsgespräch eingeladen, in dem der Bewerber beziehungsweise die Bewerberin dann persönlich überzeugen muss.

