Ausbildung zum/r Bergbautechnologe/-technologin – Tiefbautechnik
Der Bergbau spielt auch heutzutage nach wie vor eine große Rolle. So sind zum Beispiel die wichtigsten Abnehmer der Steinkohle in der Energiewirtschaft angesiedelt, die die Kohle zur Energiegewinnung und Stromerzeugung benötigen.
Tätigkeiten
Bergbautechnologen in der Fachrichtung Tiefbautechnik arbeiten meist in Bergwerksbetrieben (zum Beispiel in Erz- , Steinkohle-, Kali- und Salzbergwerke)und führen sowohl Arbeiten im Unter- als auch im Übertagebetrieb aus. Allerdings sind sie meistens unter Tage tätig und müssen oft in Wechselschichten und zudem noch im Akkord arbeiten.
Zu den Aufgaben eines Bergbautechnologen mit der Fachrichtung Tiefbautechnik zählt das Auffahren, das Unterhalten, das Verwahren sowie das Sichern von Grubenbauen. Zudem beurteilen sie auch geologische und klimatechnische Gegebenheiten und Anforderungen. Außerdem wirken Bergbautechnologen auch bei der Lagerstättenerschließung mit und wenden Vortriebs- und Gewinnungsverfahren an. Darüber hinaus gehört die Inbetriebnahme, Bedienung, Reparatur und Wartung von Maschinen der Bergbautechnik ebenfalls zu den Aufgaben eines Bergbautechnologen der Fachrichtung Tiefbautechnik.
Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung findet dabei sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb statt. Dabei müssen die Auszubildenden von Anfang an zupacken. Sie bauen Stützelemente aus Metall oder Beton, richten Förderbänder ein oder helfen beim Sprengen und Bohren von Grubenbauten. Soweit es nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz möglich ist, arbeiten die Auszubildenden meist unter Tage.
Die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung. Diese besteht aus zwei Teilen: Teil eins der Abschlussprüfung wird vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt. Das Ergebnis geht mit 30 % in das Gesamtergebnis ein. Dieser erste Teil besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.
Der zweite Teil der Abschlussprüfung geht mit 70 % in das Gesamtergebnis ein und findet am Ende der Ausbildung statt. Auch dieser Teil besteht aus schriftlichen und praktischen Prüfungen. Nicht bestandene Prüfungen können zwei Mal wiederholt werden.
Perspektiven
Bergbautechnologen der Fachrichtung Tiefbautechnik finden in Betrieben des Erzbergbaus, des Kali- und Salzbergbaus sowie des Steinkohlebergbaus Beschäftigung. Das Spektrum reicht dabei von der Gewinnung unterschiedlicher Rohstoffe Unter Tage, Sprengarbeiten bis hin zu Instandhaltung und Wartung von Maschinen.
Wer beruflich vorankommen möchte, für den ist eine Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Geologietechnik oder auch zum Techniker im Bereich Bergbautechnik naheliegend.
Bergbautechnologen mit einer Hochschulzugangsberechtigung können auch einen Hochschulabschluss in dem Fachbereich Markscheidewesen erwerben.

