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Ausbildung zum Rettungssanitäter – Am Fuße des Blaulichts

Blaue Lichter blitzen in die Nacht, der Lichtmast der Feuerwehr leuchtet die Unfallstelle aus und ein Rettungssanitäter klettert in ein Autowrack, um Leben zu retten – so stellen sich viele den Arbeitsalltag eines Rettungssanitäters vor, doch dieser Beruf bietet noch viel mehr.

Ausbildung zum Rettungssanitäter – Am Fuße des Blaulichts

Wer wünscht sich nicht, innerhalb von etwa drei Monaten eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben? Dies ist mit der Ausbildung zum Rettungssanitäter möglich.

Die Ausbildung gliedert sich in vier Teile: Zunächst werden in einem 160 Stunden umfassenden theoretischen Block Grundkenntnisse des menschlichen Körpers und der Krankheitslehre vermittelt. Auch Grundlagen der Notfallmedizin, Hygiene und Desinfektion sowie der Gesetzeskunde gehören zum Lernstoff. Eine Funkunterweisung ist ebenso inbegriffen.

Nach der Theorie folgt die Praxis, jedoch zunächst im Krankenhaus. In einem ebenfalls 160 Stunden langen Praktikum in den Bereichen Anästhesie, Intensivstation und Ambulanz sollen die Grundfertigkeiten im Umgang mit medizinischem Material geübt und verinnerlicht werden. Natürlich darf auch der Umgang mit den Patienten nicht zu kurz kommen.

Hat man auch die Zeit im Krankenhaus hinter sich gebracht, folgt endlich die Zeit auf der Rettungswache. Auch auf dieser verbringt man 160 Stunden. Dabei sollte man allerdings beachten, dass nicht jeden Tag eine grandiose Lebensrettung ansteht. Der Alltag auf einer Rettungswache beinhaltet neben vielen Krankentransporten, bei denen die Patienten nicht in Lebensgefahr schweben, auch das Säubern und Desinfizieren der Fahrzeuge und eine Menge Computerarbeit. Die Rettungswache muss dazu auch noch in Ordnung gehalten werden. Nach all diesen praktischen Erfahrungen ist schlussendlich ein 40-stündiger Abschlusslehrgang zu absolvieren, in welchen die Abschlussprüfung integriert ist. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Einen Nachteil hat die Ausbildung zum Rettungssanitäter allerdings: Man muss sie bezahlen. Für die Grundausbildung ist mit Preisen zwischen 1.000 und 1.200 Euro zu rechnen. Der Abschlusslehrgang kostet nochmals etwa 400 Euro, in diesen ist die Prüfungsgebühr von 80 Euro oft noch nicht enthalten.

Die Voraussetzungen für die Ausbildung sind an den einzelnen Rettungsdienstschulen unterschiedlich. Allen gemein sind folgende Punkte: Das Mindestalter ist 18 Jahre, das Zeugnis über einen Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung und die Bescheinigung eines Erste-Hilfe-Kurses sind Voraussetzung. Oft wird auch ein polizeiliches Führungszeugnis erbeten.

Um auf einer Rettungswache zu arbeiten, kann es außerdem notwendig sein, einen Führerschein Klasse C1 zu besitzen. Rettungswagen wiegen meistens mehr als 3,5 Tonnen. Auch diese zusätzlichen Kosten sollte man berücksichtigen, bevor man sich für die Ausbildung entscheidet.

Dennoch ist der Beruf des Rettungssanitäters einer der Spannendsten, schließlich ist nie ein Tag wie der andere. Was sollte außerdem erfüllender sein, als am Ende der 24-Stunden-Schicht sagen zu können, man habe ein Menschenleben gerettet? Sollte einem das nicht genug sein und man noch mehr über Notfallmedizin lernen wollen, bleibt die Möglichkeit der Weiterbildung zum Rettungsassistenten.

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