Ausbildung: Kaufleute für audiovisuelle Medien
Die Film- und Fernsehbranche ist für viele Berufsanfänger immer noch eine Traumbranche. Als knallharter Reporter Skandale aufdecken oder Interviews mit Promis führen, ist nur die eine Seite der Medaille. Es muss auch Leute geben, die Film- und Fernsehproduktionen planen, kalkulieren und effektiv vermarkten können. Die Kaufleute für audiovisuelle Medien sind dabei die Herren der Zahlen.
Die Kaufleute für audiovisuelle Medien sind Bindeglieder zwischen Produktion und Vermarktung in den Medienunternehmen. Sie kümmern sich um Lizenzen, Drehgenehmigungen, aber auch die richtige Ausstattung wie zum Beispiel Kameras oder Mikrofone vor Ort. Dabei schauen sie dem kreativen Team auch ordentlich auf die Finger, damit alle Budgetvorgaben auch regelgerecht eingehalten werden. Kaufleute für audiovisuelle Medien sind quasi die Organisationstalent ohne die bei uns im Wohnzimmer keine einzige Sendung ankommen würde. Gleichzeitig liegt auch das Marketing und die Vermarktung der einzelnen Produktionen in ihrem Kompetenzbereich.
Bei der Tätigkeit stehen zwar kaufmännische Tätigkeiten im Vordergrund, dennoch ist der Umgang mit Menschen und die Arbeit im Team enorm wichtig.
In der Ausbildung sind vor allem Mathematik, Wirtschaft und ein gutes Englisch gefragt. Vorraussetzung für die Ausbildung zum Kaufmann / Kauffrau für audiovisuelle Medien ist ein guter Realschulabschluss oder Abitur. Inzwischen haben 80 Prozent der Auszubildenden eine Hochschulreife. Im ersten Ausbildungsjahr verdienen die Azubis rund 531 Euro, im dritten Jahr liegt das Ausbildungsgehalt bei 707 Euro.
Danach können die jungen Berufsanfänger bei Werbeagenturen, Rundfunk- und Fernsehanstalten oder bei Filmproduzenten arbeiten.

