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Ausbildung zum/r Modedesigner/in

Die Mode der Saison wird auf den Laufstegen der großen Modemessen in Berlin, Paris, London und New York gemacht. Designer wie Jil Sander oder Labels wie Armani beeinflussen den Look einer ganzen Jahreszeit. Doch bis man als Modedesigner dort angekommen, braucht man viel Disziplin und einen langen Atem.

Ausbildung zum/r Modedesigner/in

Der Modedesigner von heute ist schon lange kein verschrobener kreativer Gott mehr, das Alltagsgeschäft gehört zu einem großen Teil zu seinem Job. Es muss der Kontakt zu Kunden aufgebaut und gepflegt werden, Ausstellung und Präsentationen geplant und die neusten Trends im Blick behalten werden. Im seinem Job sind natürlich auch Kreativität und hohe zeichnerische Fähigkeiten nötig, dazu kommt dann vor allem eine gute Belastbarkeit und Stressresistenz. Termindruck und harte Marktbedingungen machen den Job zu einem Knochenjob. Gerade junge Designer sollten ein kaufmännisches Grundverständnis haben, sie müssen häufig Preisverhandlungen mit Unternehmen und Kunden selbst führen. Dafür ist mindesten s ein verhandlungssicheres Englisch in der internationalen Branche nötig, eine weitere Fremdsprache wie Französisch oder Italienisch ist natürlich immer hilfreich.

Unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten
Um herauszufinden ob Modedesign wirklich der Traumjob für einen selbst ist, bietet sich ein Praktikum ein. Für die Aufnahme an einigen Modeschule ist das auch eine der Vorraussetzungen. Von diesen Ausbildungsmöglichkeiten gibt es viele mit sehr unterschiedlicher Qualität. Es gibt Berufsfachschulen, private und staatliche Hochschulen und private Schulen. Den Überblick dabei zu behalten ist schwierig, darum sollten sich Interessierte besonders gut über die Ausbildung informieren und sich die Schule auch einmal von innen auf zum Beispiel einem Schnuppertag anzusehen. Die Ausbildung sollte möglichst ausgewogen sein, die beste Möglichkeit sind dabei Studiengängen an Fachhochschule. Die Ausbildung dort ist häufig sehr umfassend.

Sie sollte nämlich neben Produktionstechnologien, zeichnerische Kurse, Managementelemente auch handwerkliche Aspekte wie Schnittmustererstellung und selbstständige Fertigung enthalten. Wichtig ist auch der Umgang mit dem PC, Grafik- und Designprogramm sind längst zum täglichen Handwerkszeug der Modemacher geworden. Zur Bewerbung fordern die meisten Schulen bereits eine Mappe mit Entwürfen, Skizzen oder Fotografien. Das Studium ist dabei kein Zuckerschlecken, der Stundenplan ist voll, es gibt einiges an Materialkosten und viel Freizeit bleibt nicht. Man muss also wirklich das Leben der Mode in einem gewissen Maß unterordnen.

Absolventen haben es schwer
Nach dem Studium fängt der nächste Kampf gleich an. Die Unternehmen suchen nicht gerade händeringend nach neue Modedesignabsolventen. Jobs kriegen nur die besonders talentierte Jungdesigner, die sich dazu auch noch gut verkaufen können. Wer aber auch über den Tellerrand schaut, hat bessere Chancen in der Textilbranche. So arbeiten Modedesigner auch als Trendscouts, Modeberater oder im Kostümbereich von Theatern und Opernhäusern.

(Birk Grüling)

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