Ausbildung zum Bierbrauer
Bier zum Beruf machen, ist zur Zeit keine schlechte Wahl. Der Beruf des Brauers und Mälzers hat sich in den letzen Jahren stark gewandelt und Brauereien suchen nach jungen Fachkräften.
Bier zu brauen hat in Deutschland eine sehr lange Tradition. Nicht umsonst gelten wir als Biertrinker Nation, mehr als 110 Millionen Hektoliter Bier wurden bei uns pro Jahr gebraut. Doch von Hand braut heute keiner mehr. Die Herstellung von Bier wurde in den letzten Jahren stark technisiert und die Brauer und Mälzer überwachen heute den Gärprozess meist am Computer.
Sämtliche Schritte des Brauprozess sind automatisiert und die Hauptaufgaben von Brauern besteht in der technischen Überwachen der Herstellung. Diese hohe Verantwortung gegenüber den Bierliebhabern und Verkäufern erfordert von Mitarbeitern ein großes Maß an Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Vom Einkauf der Zutaten bis zur Reinigung der Anlagen nach der Produktion liegt in der Verantwortung des Brauers. Wer sich für den Beruf rund um das Bier interessiert, sollte deshalb fit in Mathe und Physik sein. Denn Analysen und Berechnungen gehören zum Berufsalltag. Wurden früher noch die Anlagen per Hand gereinigt, sind heute eher EDV-Kenntnisse wichtig. Die Ausbildung zum Brauer und Mälzer dauert drei Jahre.
Dabei lernen die Auszubildenden die wichtigen Inhaltsstoffe des Biers und die wichtigen Produktionsschritte sowie die Wartung der Maschinen kennen. Auf dem Stundenplan stehen dabei auch Mikrobiologie, Biochemie und Botanik. Pro Jahr werden rund 800 Schulabgänger ausgebildet. Vorraussetzung dafür ist ein sehr guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss bzw. Abitur. Nach der Ausbildung sind Brauer nicht nur auf Bier festgelegt, sondern können auch Mineralwasser produzieren oder in einer Molkerei arbeiten. Nach der Ausbildung verdienen Brauer rund 2.500 Euro brutto pro Monat. Dank des guten Rufs der deutschen Bierbranche sind auch die Einstiegschancen im Ausland sehr gut.
(Birk Grüling)

