Ausbildung zum Augenoptiker
Als Augenoptiker ist man mehr als nur ein Verkäufer von Brillen. Man ist Typberater, gibt Modetipps und manchmal auf ein Psychologe. Kurzum ein toller Beruf für aufgeschlossene Menschen mit keiner Scheu vor Kundenkontakt.
Fast zwei von drei Deutschen tragen inzwischen eine Brille. Dabei wollen sie nicht nur sehen, sondern die Brille muss auch noch gut aussehen. Deshalb sehen Experten Augenoptiker als einen Zukunftsberuf gerade, junge Schulabgänger. Dabei sind die Augenoptiker mehr als nur Verkäufer, sie müssen auch Techniker und Handwerker sein. Gleichzeitig brauchen viele Kunden auch eine kompetente Typberatung und pyschologische Unterstützung, wenn die Augen mal wieder schlechter geworden sind. Deshalb sollten sich der Optiker selbst als ein Dienstleister für seine Kunden verstehen. Denn kein Kunde kommt freiwillig zum Optiker, vielmehr braucht er eine Linderung seiner Sehprobleme. So muss der Fachmann die Augen seiner Kunden vermessen und sich im Kundengespräch über Beschwerden wie Sehstörungen oder Kopfschmerzen informieren. Inzwischen werden mehr als 70 Prozent der verschriebenen Brille vom Optiker ausgemessen und angepasst. Für das Schleifen, Zentrieren und Entspiegeln der Gläser braucht es viel handwerkliches Geschick. Doch Fingerspitzengefühl braucht nicht nur die Produktion, sondern auch der Kundenkontakt. Gute Umgangsformen und keine Scheu auch vor Körperkontakt sind wichtig in diesem Beruf.
Gute Berufsperspektiven
Die Berufsperspektiven sind äußerst gut. Immer mehr Menschen brauche eine Brille, aber die Krankenkassen übernehmen in den seltensten Fällen noch die Kosten. Die Augenärzte sind bei normalen Sehschwächen bereits nimmer weniger die Ansprechpartner, vielen Menschen gehen gleich zum Augenoptiker ihres Vertrauens. Diese leisten inzwischen immer mehr auch Aufgaben, die vorher bei den Augenärzten lagen, z.B. dem Messen des Augendrucks. Keine Konkurrenz zwischen Optikern und Ärzten gibt es aber nicht. Häufig erkennen Augenoptiker wichtige Krankheiten schon bei der Beratung und können dann an Ärzte weiter verweisen.
Wer sich für die Ausbildung zum Augenoptiker interessiert, sollte am besten eine mittlere Reife oder Abitur haben. Es empfiehlt vor der Bewerbung mit einem Schnupperpraktikum herauszufinden, ob einem der Beruf wirklich liegt. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz sind derzeit sehr gut, die Branche könnte rund 20 Prozent mehr Lehrlinge gebrauchen. Gerade männliche Bewerber werden gesucht, knapp 75 Prozent der Azubis sind nämlich weiblich. In der dreijährigen Ausbildung besuchen die Azubis sowohl die Berufsschule, Lehrwerkstätten als auch die Ladenbetrieben. Im ersten Ausbildungsjahr liegt das Gehalt bei rund 300 Euro, letzen bei knapp 600 Euro. Nach der Ausbildung verdienen Augenoptiker knapp 2200 Euro brutto im Monat. Wer sich weiter fortbilden will, kann berufsbegleitend seinen Meister machen oder sogar ein Studium beginnen.
(Birk Grüling)

