Gebärdensprache und Ausbildung zur Kommunikationsassistent/in für Hörgeschädigte Menschen
Die Gebärdensprache wird von gehörlosen oder stark hörgeschädigten Menschen zur Kommunikation genutzt. Die Sprache wird durch verschiedene Zeichen mit den Händen, der Mimik, Gestik und lautlosen Mundbewegung zur Geltung gebracht. Die Gebärdensprache ist als vollständige Sprachen anerkannt und hat auch ihre eigenen Regeln, wie jede andere Sprache auch. So ist es den Hörgeschädigten möglich, sich mit öffentlichen Stellen in Gebärdensprache zu verständigen. Allerdings gibt es keine schriftliche Form, man kann sie also nur durch die Zeichen ("Gebärden") zum Ausdruck bringen.
Es gibt auch bei der Gebärdensprache in verschiedenen Ländern Unterschiede. So gibt es zum Beispiel die Deutsche, die Österreichische und die Deutschschweizer Gebärdensprache. In jeder dieser drei eigenständigen Sprachen gibt es wieder einzelne Regeln und Zeichen. Innerhalb eines Landes und einer solch oben genannten Sprache gibt es wiederum unterschiedliche Dialekte. Das Prinzip und die Vielfältigkeit der Gebärdensprache ist genau das gleiche wie in Deutsch oder Englisch. Allerdings sind sich diese unterschiedlichen Gebärdensprachen viel ähnlicher als die verschiedenen Lautsprachen. Menschen, die keinen Hörschaden haben, können die Gebärdensprache beispielsweise an der Volkshochschule lernen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei ziemlich der gleich, als wenn man eine andere bislang, für einen selbst unbekannte, Lautsprache erlernen würde.
Man kann auch richtige Ausbildungen zum/zur Kommunikationsassistent/-in für Hörgeschädigte Menschen oder als Gebärdensprachdolmetscher absolvieren. Die Gebärdenfabrik zum Beispiel bietet Ausbildungen in diesem Bereich an. Man absolviert eine zertifizierte Ausbildung mit sehr hoher Qualität, welche mit einer Prüfung abgeschlossen wird und man ein Abschlusszeugnis bekommt. Mit einer Ausbildung zur Kommunikationsassistentin kann man einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass Sprachbarrieren allmählich abgebaut werden und hörende und gehörlose Menschen im Alltag besser miteinander umgehen können. In der Ausbildung lernt man neben den Regeln und Zeichen der Sprache wie der Alltag und die sozialen Vernetzungen der gehörgeschädigten Menschen aussehen. Weiterhin muss man nach der Ausbildung über die Rechten und juristischen Grundlagen der benachteiligten Menschen Bescheid wissen. Der Praxisteil besteht in der Ausbildung aus einem Praktikum in einer Einrichtung für Hörgeschädigte.
Man kann sich aussuchen, ob man die Ausbildung Vollzeit oder als berufsbegleitende Weiterbildung machen möchte. Bei der Vollzeitausbildung ist es erforderlich, sich einen Monat vor Kursbeginn bei der Gebärdenfabrik anzumelden. Die Ausbildung läuft zwölf Wochen und beinhaltet 380 Stunden. In Gruppen von 4-10 Personen erlernt man dann die Grundlagen der Gebärdensprache. Für die Ausbildung bzw. Weiterbildung ist eine Gebühr fällig, die man einmal vollständig oder in Raten von drei Monaten zahlen kann.
Auch bei der berufsbegleitenden Weiterbildung zum/zur Kommunikationsassisent/in für Gebärdensprache ist der Anmeldeschluss einen Monat vor Kursbeginn. Hier hat man einmal in der Woche Unterricht und insgesamt zwei Blockwochen im Jahr, die zu Beginn der Ausbildung abgesprochen und festgelegt werden. Man absolviert 300 Stunden innerhalb von einem Jahr und zahlt eine Kursgebühr von 2505,00€.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit diese Ausbildung in einem Wochenendkurs über 14 Monate hinweg zu absolvieren. Auch hier werden 300 Unterrichtsstunden angeboten, allerdings zu einem Kurspreis von 2750,00€, den man zu Beginn insgesamt oder in kleineren Raten zahlen kann. Auch hier sind 1-2 Blockwochen zu absolvieren, die im Voraus gemeinsam abgesprochen werden.

