Technische/r Produktdesigner/in
Die Ausbildung zur/zum Technische/n Produktdesigner/in ist noch relativ neu. Es ist ein anspruchsvoller Ausbildungsgang, der sowohl mathematische Kenntnisse erfordert als auch Kreativität und Vorstellungsvermögen. Ein/e Technische/r Produktdesigner/in fertigt Konstruktionsskizzen an, führt Kostenberechnungen durch und arbeitet mit spezieller Software, die Bauteile oder fertige Produkte in 3D darstellt. Die Auszubildenden in diesem Beruf müssen ein Interesse an mathematischen und physikalischen Zusammenhängen mitbringen, hilfreich ist aber auch ein gewisses zeichnerisches Talent.
Die Arbeit mit dem Computer macht dir sehr viel Spaß, du bist kreativ und Technik hat dich schon immer interessiert? – Vielleicht ist dieser neue Ausbildungsberuf dann genau der richtige für dich.
Das Berufsbild des/der Technischen Produktdesigners/Produktdesignerin wurde zum 01. August 2005 neu eingeführt. Die zum Bereich Industrie und Handel gehörende Ausbildung dauert drei Jahre und erfolg „dual“ sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Technische Produktdesigner/innen sollen die Aufgabenbereiche von Technischen Zeichnern/Zeichnerinnen ergänzen und die Arbeit entwickelnder Ingenieure und Konstrukteure unterstützen. Hierbei handelt es sich vor allem um das Entwickeln und Berechnen sowie Konstruieren und Gestalten von neuen Produkten für die Konsumgüter- und Fahrzeugindustrie – wie zum Beispiel Küchengeräte, Hausrat und Möbel aber auch Autos und Flugzeuge.
Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Produktentwicklung mit Hilfe eines „3D-CAD-Systems“ – also mit Hilfe einer Software, die das computerunterstützte Konstruieren und Zeichnen (CAD) ermöglicht. Das heißt mittels dieses Programms werden Daten bzw. Objekte dreidimensional dargestellt, technische Systeme konstruiert und entsprechende Zeichnungen erstellt. Die Auszubildenden erlernen also sowohl das Gestalten und Konstruieren als auch das Berechnen und Simulieren von Produkten am Computer. Weitere Inhalte bzw. Kenntnisse und Fertigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt werden sollen, sind das Vorbereiten, Kontrollieren und Dokumentieren von Arbeitsabläufen sowie das Erstellen, Präsentieren und Anwenden technischer Dokumentationen. Zudem erlernen die angehenden Produktdesigner die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechniken, das Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, das Beurteilen von Fertigungs-, Montage- und Fügverfahren sowie das Projekt- und Prozessmanagement. Des Weiteren werden die Auszubildenden im Informieren, Beraten und Betreuen von Kunden geschult – wobei sie auch in englischer Sprache mit den Kunden kommunizieren können sollten.
Nach Beendigung der Ausbildung arbeiten Technische Produktdesigner/innen in der Maschinenbau- und Automobilbaubranche sowie im Bereich des Schiff- und Flugzeugbaus aber auch in der Konsumgüter- und Spielzeugindustrie.

