Maskenbildner/-in
Der Beruf des Maskenbildners erfordert ein hohes Maß an Kreativität aber auch eine handwerkliche Begabung. Maskenbildner schminken und frisieren nicht nur Schauspieler am Theater oder im Film, sie stellen auch Masken oder künstliche Haarteile selbst her. Mithilfe dieser Produkte wird das Aussehen der Schauspieler mitunter radikal verändert. Neben dem handwerklichen Geschick sollten Maskenbildner/innen auch ein Interesse an Theater und Film haben, da dies ihre wahrscheinlichsten Arbeitsbereiche sind. Doch auch in Friseur- und Schönheitssalons können Maskenbildner/innen eingesetzt werden.
Tätigkeiten
Die Tätigkeiten eines Maskenbildners sind sehr vielfältig. Maskenbildner müssen bereits vorbereitende Tätigkeiten in der Werkstatt oder im Atelier ausführen. So gehört die Recherche nach historischen Vorlagen genauso dazu wie auch die Vorbereitung von Perücken oder Bärten für die Schauspieler einer Inszenierung. Maskenbildner müssen daher schon lange vor der Inszenierung mit den Regisseuren absprechen, welche Frisuren die Schauspieler erhalten sollen und wie sie für die Inszenierung geschminkt werden sollen.
Des Weiteren umfasst die Tätigkeit des Maskenbildners die Umsetzung eines Make-ups oder eines Farbkonzepts. So müssen die Darsteller in einigen Inszenierungen altgeschminkt werden oder es müssen Verletzungen oder Deformierungen geschminkt werden. Zusätzlich müssen Perücken aufgesetzt oder das Eigenhaar frisiert werden. Während den Vorstellungen müssen Maskenbildner stets parat stehen, um gegebenenfalls das Make-up umzugestalten oder einfach nur aufzufrischen.
Im Anschluss an die Inszenierung müssen Maskenbildner beim Abschminken helfen und die benutzten Materialien reinigen und lagern. Gegebenenfalls müssen zuvor noch die Perücken frisiert werden oder beschädigte Ausstattungsteile wieder instand gesetzt werden.
Arbeitsbedingungen
Maskenbildner arbeiten meist bis spät in die Nacht. Ihre Tätigkeit endet nicht vor der Aufführung mit dem Auftragen des Make-ups. Stattdessen sind Maskenbildner während der Vorstellung und in den Pausen immer wieder gefragt, um die Frisur zu kontrollieren, das Make-up schnell aufzufrischen oder um die Darsteller komplett umzuschminken. Maskenbildner sollten daher auch unter Zeitdruck präzise arbeiten können. Nach der Aufführung sind sie dann noch beim Abschminken behilflich und sie müssen sie um die Reinigung und Lagerung der Perücken und Bärte kümmern.
Dabei kann der ständige Umgang mit Puder, Haaren, Haarspray, Cremes und Lösungsmitteln sowohl Haut als auch Atemwege reizen. Vor allem kurz vor der Premiere eines Stückes sind Überstunden eher die Regel als die Ausnahme. Daher ist für diesen Beruf neben dem gestalterischem Können auch die zeitliche Flexibilität ein unbedingtes Muss und Voraussetzung für diesen Beruf.
Ausbildung
Diese in der Regel drei Jahre dauernde Ausbildung findet in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt. Dabei stellt die Mehrheit der Betriebe Auszubildende mit Hochschulreife und seltener auch mit einem Realschulabschluss ein.
Die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil setzt sich aus den Prüfungsbereichen Arbeitsplanung und –ausführung, Gestaltung sowie auch aus Wirtschafts- und Sozialkunde zusammen. Eine nicht bestandene Prüfung kann bis zu zwei Mal wiederholt werden.
Perspektiven
Nach ihrer Ausbildung werden Maskenbildner meist bei Filmstudios, Fernsehanstalten, an Theatern oder an Opernhäusern beschäftigt.
Maskenbildner, die eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen, können auch ein Studium im Bereich Maskenbildnerei absolvieren.
Darüber hinaus können Maskenbildner auch freiberuflich für Theater, Film oder Fernsehen arbeiten oder einen eigenen Betrieb gründen.

