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Holz- und Bautenschützer/in

Das Instandsetzen und Sanieren von bestehenden Gebäuden wird im Baugewerbe immer wichtiger. Und da der Erhalt bereits existierender Bauten qualifiziertes Fachpersonal erfordert, welches bislang aus anderen traditionellen Bauberufen oder sogar baufremden Branchen rekrutiert wurde und entsprechend angelernt und geschult werden musste, werden mit Beginn des Ausbildungsjahres 2007 gleich zwei branchenspezifische Ausbildungsberufe eingeführt: die "Fachkraft für Holz- und Bautenschutz" und der/die "Holz- und Bautenschützer/in". Durch das Inkrafttreten dieser staatlich anerkannten Lehrberufe erhofft man sich auch eine Verbesserung des Branchenimages.

Das zukünftige Fachpersonal qualifiziert sich nicht nur für die anspruchsvollen Tätigkeiten im Holz- und Bautenschutz, sondern auch im Umgang mit Kunden.
Das zukünftige Fachpersonal qualifiziert sich nicht nur für die anspruchsvollen Tätigkeiten im Holz- und Bautenschutz, sondern auch im Umgang mit Kunden.

Du interessierst dich für den Umweltschutz und kennst dich mit Insekten, Käfern und anderem Kleingetier gut aus? Du bist handwerklich begabt und die Naturwissenschaften – vor allem Biologie und Chemie – gehören zu deinen Lieblingsfächern in der Schule? Dann könnte dir dieser neue Beruf gefallen.

Das zukünftige Fachpersonal qualifiziert sich nicht nur für die anspruchsvollen Tätigkeiten im Holz- und Bautenschutz, sondern auch im Umgang mit Kunden. Des Weiteren können sie Sicherheitsrichtlinien und Gesundheitsschutzbestimmungen anwenden, welche in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Im ersten und zweiten Lehrjahr gibt es jeweils eine sechs- beziehungsweise vierwöchige Vertiefungsphase, die in der Regel in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte stattfindet. Im dritten Ausbildungsjahr besteht dann die Möglichkeit zur Spezialisierung – entweder in der Fachrichtung Holzschutz oder im Bereich Bautenschutz. Die Berufsausbildung erfolgt in der Bauwirtschaft und findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Die Berufsausbildung gliedert sich in vier Abschnitte, wobei im ersten Teil berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Diese werden in den Abschnitten B und C fachrichtungsspezifisch ergänzt. In Abschnitt D kommen noch integrative Qualifikationen hinzu. Die Auszubildenden erlernen in Abschnitt A wie sie Insekten bekämpfen, Pilzbefall behandeln und beseitigen oder nachträgliche Abdichtungen vorbereiten und durchführen. Zudem können sie Schäden voneinander unterscheiden und Sanierputz auftragen. Im zweiten und dritten Teil lernen sie das Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten und Maschinen, das Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie das ordnungsgemäße Lagern und Entsorgen von Gefahrenstoffen. Des Weiteren werden das Qualitätsmanagement und der richtige Umgang mit den Kunden thematisiert. In Abschnitt B (Schwerpunkt Holzschutz) wird ihnen zudem das Bekämpfen holzzerstörender Insekten sowie das Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall durch Alternativ- und Sonder-Verfahren vermittelt. In Abschnitt C (Schwerpunkt Bautenschutz) erlernen die Auszubildenden unter anderem das Prüfen von Bauwerken, das Erkennen und Beurteilen von Schäden an erdberührten Bauwerksteilen sowie das Vorbereiten und Durchführen abdichtender Injektionen oder mechanischer Horizontalsperren. Und im integrativen vierten Teil lernen die angehenden Holz- und Bautenschützer/innen das Umgehen mit Werk- und Gefahrenstoffen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Zudem geht es um den Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Holz- und Bautenschützer/innen werden vor allem in kleineren bis mittelgroßen Betrieben des Holz- und Bautenschutzgewerbes beschäftigt. Zudem besteht die Möglichkeit, sich selbständig zu machen.

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