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Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

Angehende Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice dürfen nicht zimperlich sein. Bei ihrer Arbeit müssen sie schon mal unangenehme Gerüche ertragen und es kommt vor, dass sie sich bei der Arbeit schmutzig machen. Ihr Job ist dennoch sehr wichtig, denn sie kontrollieren Kanäle und Abwasserleitungen auf Schadhaftigkeit und stellen so die einwandfreie Funktion des Abwassersystems sicher. Hierzu benutzen sie spezielle Kameras und empfindliche elektronische Geräte. Bewerber/innen für diesen Ausbildungsberuf müssen demnach in guter körperlicher Verfassung sein und ein technisches und handwerkliches Interesse mitbringen.

Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice

Du bist gerne handwerklich tätig und interessierst dich für Technik bzw. technische Anlagen und Maschinen? Physik und Chemie gehören zu deinen liebsten Schulfächern und du hast ein großes Interesse an biologischen Vorgängen und Sachverhalten? Dann könnte dir dieser Beruf gefallen.

Im Zuge der Modernisierung des „Ver- und Entsorgers“ bzw. der „Ver- und Entsorgerin“ wurden 2002 insgesamt vier neue umwelttechnische Ausbildungsberufe (mit gemeinsamen Kernqualifikationen) geschaffen - unter anderem auch die „Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice“. Die Ausbildung kann im Bereich Industrie und Handel, im Handwerk oder im öffentlichen Dienst erfolgen. Es handelt sich um einen Monoberuf, in dem zwischen den Schwerpunkten bzw. den Einsatzbereichen „Rohr- und Kanalservice“ oder „Industrieservice“ gewählt werden kann. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice arbeiten überwiegend in der Abfall- und Abwasserwirtschaft, werden aber auch in Industriereinigungs- und Entsorgungsbetrieben oder in Unternehmen des Rohr- und Kanalservices eingesetzt.

Zentrale Inhalte der Berufsausbildung sind Grundlagen der Maschinen- und Verfahrenstechnik sowie der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, das Anwenden naturwissenschaftlicher Grundlagen sowie die Entsorgung, Reinigung, Wartung und Unterhaltung. Die Auszubildenden erwerben zudem Kenntnisse im Umweltschutz, im Atem-, Brand- und Explosionsschutz sowie im Umgang mit elektrischen Gefahren und im Sichern und Räumen des Arbeitsumfeldes. Im Schwerpunktbereich „Rohr- und Kanalservice“ erlernen die angehenden Fachkräfte das Inspizieren, Überprüfen und Dokumentieren von Rohr- und Kanalsystemen sowie das Reparieren von Rohrleitungen und Kanälen. Im Einsatzbereich „Industrieservice“ müssen die Auszubildenden feste und flüssige Hilfsstoffe austauschen, Anlagenteile (de-)montieren sowie chemische oder physikalische Reinigungsverfahren anwenden und bei der Störungsanalyse mitwirken können. Zudem qualifizieren sie sich alle Fachkräfte im Bedienen, Überwachen, Inspizieren und Warten von Maschinen, Geräte und Sonderfahrzeuge sowie in der Reinigung industrieller und abwassertechnischer Anlagen. Sie arbeiten umwelt-, kosten- und hygienebewusst und handeln stets kunden- und serviceorientiert. Hierbei richten sie sich nach den gültigen fachbezogenen Rechts- und Sicherheitsvorschriften.

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