Fachkraft im Fahrbetrieb
Die Bezeichnung „Fachkraft im Fahrbetrieb“ umfasst verschiedene Tätigkeitsfelder im Bereich der Personenbeförderung. Dazu zählen zum einen die Fahrzeugführer, die zum Beispiel Busse oder Stadtbahnen fahren, zum anderen aber auch die Servicekräfte, die Schaffner oder Servicemitarbeiter an Bahnhöfen. Fachkräfte im Fahrbetrieb haben viel Kundenkontakt und müssen auch mit schwierigen Fahrgästen umgehen können. Besonders als Fahrzeugführer, aber auch in anderen Bereichen, trägt man eine hohe Verantwortung, denn man ist mitverantwortlich für die Sicherheit der beförderten Fahrgäste. Auszubildende in diesem Bereich müssen sich darauf einstellen, dass Fachkräfte im Fahrbetrieb häufig im Schichtdienst arbeiten.
Tätigkeit
Die Aufgaben von Fachkräften im Fahrbetrieb sind recht vielfältig. Sie umfassen dabei Aufgaben im Fahr- und Kundendienst, Aufgaben in der Verwaltung und im Marketing sowie Aufgaben in der Disposition und im technischen Service.
In das Aufgabengebiet im Fahr- und Kundendienst zählt zum Beispiel das Führen von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen im öffentlichen Nahverkehr. Darüber hinaus kann dies auch die Beratung von Kunden über Verbindungen oder Tarife beinhalten.
Die Aufgaben in der Verwaltung und im Marketing umfassen zum Beispiel die Abrechnung und Kalkulation. Es müssen aber auch Kundenbedürfnisse ermittelt werden und die Qualität von Leistungen ermittelt werden. Darüber hinaus müssen aber auch Maßnahmen der Presse und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt werden, wo zum Beispiel die Versendung von Presseinformationen mit dazu gehört.
Im Bereich der Disposition wirken Fachkräfte im Fahrbetrieb bei der Planung und Steuerung von Fahrzeugen und Personal mit. Darüber hinaus müssen die Verkehrsmittel auf Betriebssicherheit geprüft werden und die Wartung und Instandsetzung muss veranlasst werden.
Ausbildung
Die in der Regel drei Jahre dauernde Ausbildung findet sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb statt. Die Ausbildungsbetriebe sind überwiegend im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs ansässig. Die Betriebe stellen hauptsächlich Auszubildende mit Realschulabschluss ein. Die Ausbildungsvergütung variiert dabei auch sehr erheblich. So schwankt die Vergütung im ersten Lehrjahr von 325 Euro bis hin zu 740 Euro.
Die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung. Diese setzt sich aus einem schriftlichen Teil und einem praktischen Teil zusammen. Die Prüfung kann bei nicht bestehen zwei Mal wiederholt werden.
Perspektiven
Fachkräfte im Fahrbetrieb müssen sich nach dem Ende der Ausbildung überlegen, in welchem Bereich sie gerne tätig werden möchten. Denn je nach Einsatzgebiet bestehen zum Beispiel noch Spezialisierungsformen auf das Führen von Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen. Fachkräfte für Fahrbetrieb können aber auch in der Kalkulation oder in der Erstellung von Fahrplänen tätig werden.
Wer beruflich vorankommen möchte, der könnte zum Beispiel eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Logistik absolvieren. Darüber hinaus könnten Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung auch ein Studium im Bereich Bahnbetrieb und Infrastruktur in Betracht ziehen.

