Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
Elektroniker/innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme identifizieren Störungen in Lüftungs-, Heizungs-, Elektrizitäts- und Sicherheitssystemen und beseitigen diese. Auszubildende in diesem Bereich müssen auch Messungen durchführen, um die Sicherheit elektronischer Geräte zu gewährleisten. Wer sich für den Beruf des Elektronikers für Gebäude- und Infrastruktursysteme interessiert, sollte Interesse an technischen Zusammenhängen haben und handwerklich geschickt sein. Auch der Umgang mit Kunden gehört zum Arbeitsalltag des Elektronikers.
Du interessierst dich für Elektronik bzw. für elektrische Systeme und technische Anlagen, bist handwerklich begabt und arbeitest gerne im Team? Dann könnte dir dieser Beruf gefallen.
Der Ausbildungsberuf „Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme“ wurde zum 01. August 2003 eingeführt und zählt im Bereich Industrie und Handel zur Berufsgruppe der Elektriker. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet „dual“ sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt.
Die zu erlernenden Kernqualifikationen (50%) sind mit allen elektrotechnischen Berufsausbildungen identisch; bei den übrigen 50% handelt es sich um berufsspezifische Fachqualifikationen. Die Auszubildenden haben zudem die Möglichkeit Einsatzfelder zu wählen, in denen sie ihre Qualifikationen anwenden und vertiefen können. Zurzeit gibt es fünf Wahl-Einsatzfelder: (1.) Wohn- und Geschäftsgebäude, (2.) Betriebsgebäude, (3.) Funktionsgebäude und –anlagen sowie (4.) Infrastruktur- und (5.) Industrieanlagen – diese sind in der Regel abhängig vom ausbildenden Betrieb.
Zentrale Inhalte der Berufsausbildung sind das Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel, das Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen sowie das Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen. Weitere zu erlernende Qualifikationen sind das Beraten und Betreuen von Kunden, das Planen und Organisieren der Arbeit sowie die technische Auftragsanalyse und die Entwicklung von Lösungen. Zudem sollen die Auszubildenden das Errichten und Instandhalten sowie das Erweitern und Ändern von gebäudetechnischen Anlagen und Systemen erlernen. Das heißt, Elektroniker/-innen installieren und betreiben Gebäude- und Infrastruktursysteme, führen regelmäßig Inspektionen, Prüfungen und Wartungen von Geräten und Systemen durch, erstellen Fehlerdiagnosen, setzen technische Einrichtungen instand, überwachen technische Gebäudesysteme und führen Umbauten durch. Sie arbeiten meistens im Team und führen ihre Tätigkeiten stets unter Berücksichtigung der gängigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen durch.
Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme setzen technische und organisatorische Dienstleistungen um – sie kommen sowohl in Geschäfts- und Wohngebäuden als auch in Betriebs- und Funktionsgebäuden sowie in Infrastruktur- und Industrieanlagen zum Einsatz.

