Westdeutsche Abiturienten stürzen sich ins „Abenteuer FernOst“
Die Universität Leipzig holt heute drei junge Neu-Studenten aus Rheinland-Pfalz und Hessen mit Trabis in ihren Heimatorten ab und bringt sie zum Semesterstart nach Leipzig. Im Rahmen des Projekts „Abenteuer FernOst – Leipziger Freiheit erleben“ wurden die Abiturienten als Bewohner einer gesponserten Erstsemester-WG ausgewählt. Das Projekt ist Teil der Kampagne „Studieren in Fernost“, die mit einem schrägen, bunten und lauten Auftritt für ein Studium an den Hochschulen in Ostdeutschland wirbt.
Die zukünftigen AbenteuerWG-Bewohner sind Tim Vollmer, 20, aus Ludwigshafen am Rhein, Patricia Isabella Schumacher, 20, aus Bad Camberg und Nina Heinrich, 19, aus Kriftel. Vollmer beginnt in Leipzig ein Mathematikstudium und beschrieb sich im WG-Casting als „pflegeleicht, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, Cola-Flaschen-Sammler und neuer Leipzig-Fan“. Auch Schumacher, zukünftige Studentin der Amerikastudien, und Heinrich, angehende Rechtswissenschaftlerin, überzeugten mit ihren Bewerbungen. Die Abenteurerin aus Kriftel hat bereits mehrere Praktika in verschiedenen Kanzleien absolviert und ist passionierte Tänzerin. Patricia Isabella Schumacher war ein Jahr lang als Austauschschülerin in den USA. Zum „Abenteuer FernOst“ sagt sie: „Den wilden Westen kenne ich schon, jetzt bin ich gespannt auf den fernen Osten.“
Die Abenteurer treffen nach einem Zwischenstopp in Wetzlar am 26. September 2009 in Leipzig ein und beziehen dort eine sanierte und komplett eingerichtete Altbauwohnung. Von da an lassen die Drei andere Studienanfänger und Studieninteressierte an ihrem neuen Uni-Leben teilhaben – mit selbstgedrehten Filmen und Einträgen auf dem AbenteuerWG-Blog http://abenteuerfernost.uni-leipzig.de/index.php/blog.
Das Projekt „Abenteuer FernOst“ der Universität Leipzig belegte im Mai 2009 beim Wettbewerb „Schneller ins Studium“ der Hochschulinitiative Neue Bundesländer den ersten Platz. Die Initiative wurde von den Wissenschafts- und Kultusministerien der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ins Leben gerufen und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Mit der Kampagne „Studieren in Fernost“ will die Initiative westdeutschen Jugendlichen den vermeintlich fernen Osten näher bringen und sie für ein Studium in den neuen Bundesländern begeistern. Denn das hat viele Vorteile: Die ostdeutschen Hochschulen bieten eine hervorragende Infrastruktur und eine hohe Lehrqualität bei niedrigen Kosten.
Hintergrund der Kampagne „Studieren in Fernost“ ist, dass es in Ostdeutschland immer weniger Studienanfänger gibt, während die Hochschulen im Westen teilweise an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren durch die doppelten Abiturjahrgänge in den alten und den „Geburtenknick“ nach der Wende in den neuen Bundesländern noch verschärfen wird. Diese
(Quelle: Hochschulinitiative Neue Bundesländer, 25.09.2009)


