Verleihung des DFH-Dissertationspreises 2009
Der Dissertationspreis 2009 der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) und der Association pour l’emploi des cadres (Apec) wurde am Freitag, den 13. November, anlässlich des 11. Deutsch-Französischen Forums an Frau Claire-Lise Buis für ihre Forschungsarbeit im Bereich Politikwissenschaften verliehen.
Eine Forschungsarbeit von außergewöhnlicher Qualität
Claire-Lise Buis erhält diesen Preis für ihre bemerkenswerte Doktorarbeit mit dem Titel: « Demokratie(n) auf dem Prüfstand. Deutschland, Frankreich und der „innere Feind“. Diskurs über den Feind und demokratische Identität in Parlamentsdebatten seit dem Ende der 1960er Jahre ». Für ihre im Rahmen einer Cotutelle de thèse (binationale Promotion) an der Ecole Doctorale de Sciences Po Paris und dem Otto-Suhr Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin realisierte Doktorarbeit erhielt Claire-Lise Buis bei der Verteidigung vor einer deutsch-französischen Jury in Paris die Auszeichnung Summa Cum Laude.
Die Doktorarbeit ist das Ergebnis von fünf Jahren Arbeit zwischen Frankreich und Deutschland. „Die Cotutelle hat mir in persönlicher Hinsicht riesige Horizonte eröffnet. Sie hat mir vertiefte Kenntnisse einer Sprache – bis zum Niveau der Zweisprachigkeit – und einer Kultur ermöglicht. Ich bin heute stolz und glücklich, sie ein wenig zu meiner Sprache und meiner Kultur gemacht zu haben“, erklärt Claire-Lise Buis.
Claire-Lise Buis, lebt heute in Berlin, wo sie als freie Journalistin arbeitet. Sie ist für mehrere Printmedien als Korrespondentin tätig, u. a. für Paris-Berlin, i-télé sowie LCI und verfasst Literaturkritiken, beispielsweise für die Süddeutsche Zeitung.
Ein deutsch-französischer Preis, um den Stellenwert der Forschung im Wirtschaftsbereich zu stärken
Erstmalig im Jahr 2008 verliehen, ist der gemeinsame Dissertationspreis der DFH und der Apec Ausdruck ihres beiderseitigen Willens, Doktoranden den Berufseinstieg zu erleichtern und in Frankreich wie in Deutschland den Stellenwert der Forschung in der Wirtschaft zu stärken. Der Preis für die beste deutsch-französische Doktorarbeit wendet sich an Doktoranden, die ihre Promotion abgeschlossen und diese im Rahmen eines binationalen Forschungsprojektes verfasst haben. Die durch die Apec gesponserte Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 4.500 Euro dotiert. Dieses kann der Preisträger unter anderem für die Veröffentlichung seiner Doktorarbeit nutzen. Durch die Verleihung dieses Preises wie auch durch die am 28. Mai diesen Jahres in Berlin organisierte „Europäische Messe für Forschung und Karriere – Research“ verfolgen die DFH und die Apec das Ziel, Karrieren von jungen Forschern in Europa zu fördern und aufzuwerten.
Der Ehrenpreis der Jury
Der mit 500 Euro dotierte Ehrenpreis der Jury wurde von der DFH an Konstanze Brieskorn für ihre Doktorarbeit verliehen. Die Doktorarbeit mit dem Titel « "Responsabilité contractuelle" im französischen und "Vertragshaftung" im deutschen Recht. Ein vergleichender Überblick über Rechtsentwicklungen in Europa » wurde im Rahmen einer Cotutelle de thèse zwischen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Université Jean Monnet (Saint-Etienne) realisiert.
(Quelle: DFH, 16.11.2009)


