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Das CHE-HochschulRanking feiert Geburtstag

Vom CHE-HochschulRanking hat jeder schon einmal gehört. Nur was es genau ist und wie es zustande kommt, davon haben Studierende oft nur eine leise Ahnung. Studienanfänger und -interessierte sind mit der Studienwahl meistens überfordert. Jeder will alles richtig machen. Bei der großen Anzahl an Studiengängen und Universitäten wissen jedoch viele nicht, wo sie mit der Suche beginnen sollen. Da kann ein solches Hochschulranking, wie es das Centrum für Hochschulentwicklung jährlich veröffentlicht, schon sehr hilfreich sein.

Quelle: CHE
Quelle: CHE

 1998 erschien in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest das erste Hochschulranking. Zuerst wurde nur wirtschaftswissenschaftliche Fächer und Chemie beurteilt. Die Empörung war groß und auch zehn Jahre später hat sich das Centrum für Hochschulentwicklung dem Vorwurf, es urteile subjektiv, zu stellen. Diesen Vorwurf versucht das CHE mit allen Mitteln zu widerlegen. Es behauptet dagegen, eines der fairsten und informativsten Rankings zu liefern. Zehn Jahre Bestehen feiert es in diesem Jahr.

Was klein begann, hat sich in den letzten Jahren zunehmend ausgeweitet. 35 Studienfächer werden nun beurteilt.
„Das Studienangebot ist heute größer denn je“, sagt Martin Spiewak, Chefredakteur des Studienführers. „Die Hochschulen versuchen sich zu profilieren und voneinander zu unterscheiden. Dadurch wächst der Orientierungsbedarf der Studienanfänger“, so Spiewak.

Neben Fakten zu Fachbereichen und Studiengängen wird auch das Urteil von Studenten und Professoren in die Bewertung miteinbezogen. Seit 2006 werden diese Befragungen nur noch online durchgeführt.

Das Hochschulranking soll keine Bewertung im Sinne einer Platzvergabe darstellen. Es ordnet nach den einzelnen Kriterien die Hochschulen jeweils einer Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe zu.

Da auch das Interesse an einem Studium im Ausland stetig wächst, weitet die CHE ihr Ranking auch auf die Hochschulen in benachbarten Ländern aus. Neben Österreich und der Schweiz wurden auch die Universität Maastricht mit BWL, VWL und Politikwissenschaften sowie die Freie Universität Bozen/ Italien mit Sozial- und Kommunikationswissenschaften in das Ranking miteinbezogen. Erstmals wurden 2008 auch duale Studiengänge berücksichtigt.

Es werden nicht alle Fächer jedes Jahr aktualisiert. Die Fülle der Angebote würde die Kapazitäten sowohl des Centrums für Hochschulentwicklung als auch der Hochschulen selbst übersteigen. In einem Rhythmus von drei Jahren werden die einzelnen Fächergruppen aktualisiert. Die Tendenzen der Hochschulen, das heißt ob eine Verbesserung oder eine Verschlechterung innerhalb dieser drei Jahre stattgefunden hat, wird mit einem Pfeil nach unten oder oben gekennzeichnet.

Einzelne Kriterien der Befragung können die Studiensituation selbst, das Bibliotheksangebot wie auch die Betreuung sein. Dies sind jedoch nur drei von vielen Aspekten Die Auswahl der beurteilten Fächer richtet sich nach der Häufigkeit des Studierens und der Anzahl der Studierenden. Laut CHE sollen 76 % der Studiengänge von Studienanfängern berücksichtigt worden sein.

Der Stern veröffentlichte die Ergebnisse von 1999 bis 2004. Ab 2005 erscheinen sie regelmäßig in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Ergebnisse sind im Internet frei zugänglich und sollen allen Studienanfängern und Studieninteressierten die Studienwahl sowie allen Studenten einen Hochschulwechsel erleichtern.

von Sina Jahnke

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