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IHK-Ausbildungsumfrage 2011: Ausbildung ist die beste Fachkräftesicherung

Eine IHK-Onlineumfrage unter Ausbildungsbetrieben in der Pfalz hat ergeben, dass 62 % der teilnehmenden Betriebe bei ihrem Ausbildungsengagement bleiben wollen; 23 % möchten sogar mehr ausbilden als noch 2010. Für die Hälfte der Unternehmen (genau: 52 %) steht dabei die Sicherung des Fachkräftenachwuchses im eigenen Unternehmen im Vordergrund.

Allerdings gab jedes dritte Unternehmen an, nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt zu haben. Der Hauptgrund (71 %, Mehrfachnennungen möglich) liegt wie in den vergangenen Jahren darin, dass den Unternehmen keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Zusätzlich treten einige junge Leute ihre Ausbildungsplätze erst gar nicht an oder lösen Verträge kurz nach Beginn der Ausbildung wieder. Neben der mangelnden Eignung sind die „unklaren“ Berufsvorstellungen vieler Schulabgänger das bedeutendste Ausbildungshemmnis. Auf der anderen Seite stellt aber auch „nur“ 44 % der Betriebe, die an der Umfrage teilgenommen haben, überhaupt Ausbildungshemmnisse für ihr Unternehmen fest.

Die demografische Entwicklung spüren bereits zwei Drittel der Unternehmen deutlich. Als Reaktion auf den Rückgang von Bewerbungen suchen die Betriebe die Nähe zu den Schulen, um vermehrt Kooperationen einzugehen und um frühzeitig auf Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Die Bereitstellung von Praktikantenplätzen für Schüler soll besonders bei leistungsstärkeren jungen Menschen das Interesse an einer Ausbildung wecken. Auf unzureichende Qualifikationen reagieren viele Unternehmen, indem sie eigene Nachhilfe im Unternehmen anbieten oder ausbildungsbegleitende Hilfen der Agentur für Arbeit nutzen.

Nach dem Ende der Ausbildung haben 38 % der Unternehmen vor, alle Auszubildenden zu übernehmen, während weitere 38 % voraussichtlich nur einen Teil ihrer Lehrlinge weiterbeschäftigen.

Angebote für Lehrerpraktika seitens der Unternehmen sind noch nicht weit verbreitet (4 %). Gerade in diesem Angebot läge aber ein Nutzen für die Wirtschaft und eine wichtige Unterstützungsleistung für die Schulen, um in der Schlüsselfrage der „Ausbildungsreife“ zu besseren Ergebnissen zu kommen.

(Quelle: IHK Pfalz, 2011)

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