IHK: Anzahl der Lehrstellen in der Region erreicht neues Rekordniveau
Betriebe begegnen dem drohenden Fachkräftemangel weiterhin durch verstärkte Berufsausbildung
Die Region Hochrhein-Bodensee hat bei den Ausbildungsverträgen weiter zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr vermeldet die IHK eine Zunahme um weitere 8 Prozentpunkte: ein neuer Rekord. Die Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen hatten zum Stichtag 30. September insgesamt 3.109 neue Ausbildungsverträge mit Jugendlichen abgeschlossen, davon 1.206 im Landkreis Konstanz und 1.903 in den Landkreisen Waldshut und Lörrach. Im letzten Jahr waren es 2.878 Ausbildungsplätze. Die meisten Lehrstellen gibt es im Handel und in den Metallberufen. Mit diesem guten Ergebnis nehmen die Betriebe in der IHK-Region Hochrhein-Bodensee wieder einen der vordersten Plätze in Baden-Württemberg ein: Landesweit stiegen die Lehrstellen im Durchschnitt um 7,9 Prozent. Bundesweit hat die Anzahl um 4,7 Prozent zugenommen.
Die Mitgliedsunternehmen in der Region stehen zu ihrer Verantwortung, ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten. „Die Betriebe wissen, dass die Ausbildung im eigenen Betrieb das beste Mittel ist, um selbst etwas für die Fachkräftesicherung im Unternehmen zu tun“, kommentiert Jan Glockauer, Geschäftsführer und Leiter der Aus- und Weiterbildung bei der IHK, die positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt.
Die IHK hat die regionale Wirtschaft mit konkreten Initiativen und Aktivitäten dabei unterstützt. „Unsere zahlreichen Projekte, wie beispielsweise die Aktionen zur Berufsorientierung oder die Bildungspartnerschaften zwischen regionalen Firmen und den Schulen, haben sich sehr erfolgreich entwickelt und sorgen dafür, dass sich bei den Jugendlichen die Ausbildungsreife am Ende ihrer Schullaufbahn erheblich verbessert“, so Glockauer weiter.
Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes verlassen im nächsten Jahr in Baden-Württemberg nur noch 93.500 Jugendliche die Schulen mit einem Haupt- oder Realschulabschluss. Das sind 7.000 Schulabgänger weniger als im letzten Jahr. Glockauer plädiert in diesem Zusammenhang dafür, auch den jungen Menschen mit Lernschwächen zu einem Abschluss zu verhelfen. „Wir müssen den Anteil Jugendlicher ohne Schulabschluss weiter senken und werden uns weiter dafür einsetzen, dass es eine verbindliche Verankerung der Berufswegeplanung und der Berufsorientierung in den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen geben wird.“
(Quelle: Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, 2011)


