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Auslandspraktika erfolgreich beendet

Im Rahmen einer Festveranstaltung Mitte November erhielten im schweizerischen St. Gallen 75 Auszubildende aus der gesamten Bodenseeregion ihre Zertifikate. Insgesamt haben fast 250 Lehrlinge in diesem Jahr am Lehrlingsaustauschprogramm „XChange“ teilgenommen und dabei ein vierwöchiges Auslandspraktikum absolviert.

Hinter der Idee stehen die Internationale Bodenseekonferenz IBK und die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer, die das Projekt auch finanzieren. Die IHK Hochrhein-Bodensee und die Handwerkskammer Konstanz helfen schon seit Beginn der Aktion im Jahr 2000 interessierten Jugendlichen, einen geeigneten Betrieb im Ausland zu finden.

In Anwesenheit der St. Galler Regierungspräsidentin Frau Karin Keller-Sutter sowie zahlreicher Firmenvertreter und Gästen aus den Bodenseeanrainerländern, wurden die Zertifikate im Pfalzkeller in St. Gallen überreicht.

Dr. Jan Glockauer, Leiter der Aus- und Weiterbildung bei der IHK und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Grenzüberschreitende Berufliche Bildung“ der IBK, betonte in seiner Begrüßungsrede, wie wichtig gerade zusätzliche Qualifikationen und Auslandsaufenthalte für die Berufsausbildung sind. „Im Vorteil ist, wer die Mentalität der anderen kennt, deren Sprache spricht und über Kontakte verfügt, auf die er sich im Berufsleben verlassen kann“, sagte Glockauer. Gerade diese drei Dinge seien im Bodenseeraum wichtige Schlüsselqualifikationen. Das „XChange“-Programm biete dazu die gute Möglichkeit, während der Ausbildung seinen persönlichen Horizont zu erweitern und dadurch Erfahrungen zu sammeln und selbständig zu werden, so Glockauer weiter.

Lehrlinge nach dem ersten Lehrjahr haben die Chance, vier Wochen in einen Betrieb in der Schweiz, in Österreich oder Liechtenstein zu verbringen. Umgekehrt kommt danach dann ein Lehrling der Austauschfirma in den eigenen Betrieb. Über 1.200 Jugendliche haben seit dem Start vor elf Jahren am XChange-Programm teilgenommen. Der Tenor bei allen: „Absolut empfehlenswert!“

Die Jugendlichen lernen neue Arbeitsmethoden, neue Techniken und einen anderen Führungsstil kennen. Das Praktikum ist ein Teil der regulären Ausbildung. Dabei stimmen der heimische Betrieb und das ausländische Unternehmen untereinander die Inhalte ab. Darüber hinaus bringen die Gastfirmen ihren Schützlingen regionale und fachliche Besonderheiten des Betriebes bei.

Doch nicht nur die Azubis profitieren von „XChange“. Die Unternehmen haben wiederum die Chance, Kooperationspartner kennen zu lernen und neue Märkte sowie Lieferanten zu finden. „Wir wollen, dass die Duale Ausbildung noch attraktiver wird, weil wir hoch qualifizierten Nachwuchs in unseren Betrieben brauchen. Dazu leistet das Austauschprogramm einen wichtigen Beitrag“, erklärt Jan Glockauer den Einsatz aller Beteiligter.

(Quelle: IHK Konstanz, 2011)

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