Engagement für die Menschenrechte - Interview mit Lothar Flachsbart
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) ist unter Studenten einer der beliebtesten Anbieter für Praktika. Stellenboersen.de sprach mit Lothar Flachsbart von Amnesty International über die Arbeit der Organisation und welche Möglichkeiten der Mitarbeit es bei Amnesty gibt.
Herr Flachsbart beschrieb die Arbeit von ai als Einsatz für die Menschenrechte. Dieser Einsatz läuft z. B. über Unterschriftenaktionen oder Informationskampagnen. Ai gehe aber auch in Schulen, um dort Projektarbeit zu betreiben oder Stunden mit den Lehrern zu gestalten.
Voraussetzung für ein Praktikum bei ai ist, dass man sich mit den Zielen der Organisation identifiziert. „Jemand, der sich für die Todesstrafe ausspricht, hätte bei uns natürlich keine Chance“, erklärt Herr Flachsbart. Er selber arbeite seit sechs Jahren ehrenamtlich für ai im Bezirk Hannover, der aus mehreren Gruppen besteht. Er selbst betätige sich schwerpunktmäßig in der Asylarbeit und sei über das grundsätzliche Interesse an der Arbeit mit Menschen zu ai gekommen.
Die meiste Arbeit, so Herr Flachsbart, würde bei ai ehrenamtlich verrichtet, aber es gibt auch festangestellte Mitarbeiter. Für ai Deutschland sind das zur Zeit 52 Mitarbeiter in Voll – und Teilzeit.
Um auf die Praktika zurückzukommen: Es ist möglich bei ai ein Praktikum in Berlin oder Bonn zu absolvieren. Die angebotenen Bereiche dort sind Öffentlichkeitsarbeit, Länder und Asyl, Mitgliedschaft und Service und das Generalsekretariat. Diese Praktikumplätze sind allerdings heiß umkämpft. In der Öffentlichkeitsarbeit z. B. kann man für 2007 schon keinen Platz mehr bekommen. Laut Herrn Flachsbart ist es aber auch möglich, in den Bezirken ein Praktikum zu absolvieren. Möchte man z. B. im Bezirk Hannover ein Praktikum absolvieren, müsse man Lothar Flachsbart zufolge, noch nicht einmal studieren. Wenn man studiert, ist die Fachrichtung auch nicht entscheidend. Man könne beispielsweise auch als Jurist zu ai kommen. Wer sich ehrenamtlich bei ai engagieren möchte, sei aber ebenso jederzeit willkommen.
Von Melanie Neumann


