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Girls’ Campus stärkt Mädchen in ihren Begabungen

Begeisterung und frühzeitiges Interesse an Technik und Naturwissenschaften bei Frauen wecken, Chancen aufzeigen und Vorbilder schaffen: Das ist das Ziel vom „Girls’ Campus“ – einem Gemeinschaftsprojekt der Robert Bosch Stiftung und der Robert Bosch GmbH, das heute im Bosch Haus Heidehof in die dritte Runde startet. Stiftung und Unternehmen fördern insgesamt 35 Schülerinnen aus Gymnasien des Großraums Stuttgart.

„Der Frauenanteil unter den Hochschulabsolventen in den Ingenieur- und Technikwissenschaften ist in Deutschland beschämend niedrig“, so Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. „Deutschland braucht diese Talente. Wir wollen deshalb Mädchen Selbstvertrauen vermitteln und Mut machen für das Abenteuer Technik.“ Und Dr. Wolfgang Malchow, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, betont: „Wir würden bei Bosch gerne mehr Ingenieurinnen einstellen. Trotz technischer Begabung entscheiden sich leider immer noch viele Menschen – insbesondere aber Frauen – viel zu selten für technische und naturwissenschaftliche Studienrichtungen. Hier wollen wir ansetzen und mehr junge Frauen für diese Berufe gewinnen.“ Gerade wegen des sich abzeichnenden demographischen Wandels und des damit einhergehenden Rückgangs an Schüler- und Studentenzahlen dürfe man auf kein Talent verzichten, davon sind beide Geschäftsführer überzeugt.

Der „Girls' Campus“ findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Das Projekt wendet sich an Mädchen der Klassenstufe 9 und 10 (G9) bzw. 8 und 9 (G8) im Regierungsbezirk Stuttgart. Ab Beginn des neuen Schuljahres erhalten die Schülerinnen die Gelegenheit, Technik und technische Berufe in Unternehmen und Forschungseinrichtungen kennenzulernen.

Roboterforschung und Mechatronik, Solartechnologie und Akustikforschung zählen zu den Themen, die an fünf Wochenenden im Laufe eines Schuljahres behandelt werden. Das eigene Experimentieren steht dabei im Mittelpunkt; Vorträge und Führungen ergänzen das Programm. Darüber hinaus werden aber auch sicheres Auftreten und Präsentationstechniken trainiert. Dabei werden die Mädchen von erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen sowie qualifizierten Trainern unterstützt.

Bewerben konnten sich pro Gymnasium jeweils bis zu zwei begabte Mädchen, die sich insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften interessieren. Die Auswahlkriterien waren unter anderem der Notenschnitt der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer, das Bewerbungsschreiben der Mädchen, die Beurteilung der Klassenlehrkraft und die außerschulischen Interessen. Auf unsere Ausschreibung an rund 100 Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart haben sich 78 Mädchen beworben. „Die Auswahl für die jetzt 35 Plätze ist uns außerordentlich schwer gefallen“, so Dr. Ingrid Wünning Tschol, Leiterin des Programmbereichs Wissenschaft und Forschung der Robert Bosch Stiftung. „Es haben sich viele gute, motivierte und vielseitig interessierte Mädchen beworben“, so Wünning Tschol weiter.

Frühzeitig Nachwuchs fördern
Die Robert Bosch Stiftung und die Robert Bosch GmbH setzen sich darüber hinaus jeweils eigenständig unter anderem für die Nachwuchsförderung von Ingenieuren ein. So hat die Stiftung mit „NaT-Working“ eines der größten deutschen Nachwuchsförderprogramme initiiert und vernetzt Schüler, Lehrer und Wissenschaftler in Naturwissenschaften und Technik. Als Gründungsmitglied der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V.“ unterhält das Unternehmen mittlerweile 52 Bildungspartnerschaften mit Kindergärten und Schulen. Seit 24 Jahren fördert Bosch auch den Landeswettbewerb für Nachwuchsforscher „Jugend forscht“ in Baden-Württemberg.

(Quelle: Robert Bosch Stiftung, 11.07.2009)

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