KOMET2 - Bessere Chancen für Jugendliche aus Reutlingen
Jugendliche mit einem erschwerten Zugang zum Bildungssystem brauchen besondere Unterstützung. Die bisherigen Erfahrungen aus dem Programm KOMET in den Jahren 2005 - 2008 haben gezeigt, dass diese Jugendlichen vor allem dann wirksam unterstützt werden können, wenn Schule, außerschulische Jugendbildung und Eltern an einem Strang ziehen.
Insgesamt neun Projekte in Baden-Württemberg wurden jetzt von der Landesstiftung für einen zweiten Durchgang ausgewählt. Mit innovativen Ansätzen bieten sie Kompetenztrainings für Jugendliche an und unterstützen Jungen und Mädchen darin, eine erfolgreiche Bildungsbiografie zu entwickeln. Eltern und Erziehungsberechtigte werden sinnvoll in die Maßnahmen eingebunden.
Das Projekt "Theater-Kick" der pro juventa gGmbH verbindet Sport- und Theaterpädagogik miteinander. 15 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Gerhard-Hauptmann-Schule in Reutlingen werden in unterschiedliche Rollenspiele zwischen "Fußball" und "Theater" eingebunden. Der Clou dabei: Das Spielfeld wird zur Bühne und die Bühne zum Fußballplatz! Verschiedene Strategien werden in einzelnen Spielszenen erprobt.
Ziel ist es, die Motivation und den Ehrgeiz der Jugendlichen zu wecken, in bewusste Konkurrenz zu gehen und mit einem fairen Spiel zu überzeugen. Das Projekt beginnt im Februar 2009 und endet im Juli 2009. In dieser Zeit sind rund 20 Treffen für die teilnehmenden Jugendlichen geplant, darunter sowohl wöchentliche Trainingseinheiten als auch mehrtägige Trainingscamps. Den Abschluss des Projekts bildet eine öffentliche Aufführung, die von den Jugendlichen selbst entwickelt wird. Die Eltern der Jugendlichen werden aktiv in den Projektverlauf eingebunden.
Beim Projekt "Kultur(t)räume" des Entwicklungspädagogischen Informationszentrums in Reutlingen entdecken 15 Jugendliche der Matthäus-Beger-Schule gemeinsam ihre kulturellen Lebenswelten. Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund lernen dabei zuerst ihre eigenen kulturellen Wurzeln kennen. Die Spurensuche beginnt in der eigenen Familie, setzt sich dann im näheren Wohnumfeld fort und führt sie letztlich in eine Auseinandersetzung mit der Kulturen-Vielfalt in ihrer Stadt. Die Jugendlichen sollen durch das Projekt ihre persönliche Biografie als Bereicherung erkennen um daraus Stärken und Kompetenzen zu entwickeln, die sie für einen gelingenden interkulturellen Lebensalltag benötigen. "Kultur(t)räume" hat bereits begonnen und endet ebenfalls im Juli 2009. Bei den rund 20 geplanten Treffen sollen die Jugendlichen das gemeinsame Erleben in der Gruppe als "kulturelle Vielfalt" entdecken und wertschätzen. Bei der geplanten Spurensuche kommt den Eltern eine besondere Aufgabe zu: sie sollen im Rahmen von Erzählcafés über ihre Migrationserfahrungen berichten und das Projekt durch eigene kulturelle Beiträge bereichern.
Weitere Informationen zum Programm KOMET2 sowie eine ausführliche Beschreibung der Projekte finden Sie unter komet-bw.de
Die Landesstiftung Baden-Württemberg setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Landesstiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.
(Quelle: Landesstiftung Baden-Württemberg, 04.02.2009)


